À Bout de souffle

Der Film erzählt die Geschichte dreier Velokuriere in verschiedenen Momenten ihrer Karriere. CAROLINE und RAPH fahren die schwindelerregenden Strassen Lausannes seit Jahren ab, befinden sich aber an einem Wendepunkt in ihren Leben. MATILA seinerseits können wir bei seinen Anfängen als Velokurier und seinen ersten Lieferungen mitverfolgen.

Teaser

Die Protagonisten des Films befinden sich in einem Krisenmoment: Sollen sie nach all den Jahren Velokuriere bleiben, oder sich einer anderen Aufgabe widmen? Sollen sie sich anpassen, oder das so anstrengende Leben weiterführen? Sie versuchen ihre Ideale mit den Pflichten des Alltags zu vereinbaren.

Eine Welt ab von der Normalität

Die Mehrheit der Grossstädte dieser Welt hat heute einen eigenen Velokurierdienst. Das Prinzip ist einfach: Die Radfahrer fahren die Stadt auf und ab, um wichtige Sendungen zu überbringen. Das Fahrrad ist unkompliziert, wirtschaftlich und gilt ausserdem als schnellstes Fortbewegungsmittel, um in – von Verkehr überfüllten – Städten von A nach B zu gelangen.

Velokurier in Lausanne zu sein ist ein Epos in sich. Die Stadt – mit ihren fünf Hügeln, welche sowohl für die Waden, als auch für die mentale Verfassung der Velokuriere eine tägliche Herausforderung ist – stellt eine weltweit einzigartige Topographie dar.

Die Fahrradkuriere sind jederzeit unterwegs und legen durchschnittlich 120 Kilometer am Tag zurück.

Eine Gemeinschaft

Fahrradkurier zu sein ist mehr als eine Arbeit; es ist eine Gemeinschaft, welche dem Funktionieren einer grossen Familie oder einem Stamm nahe kommt. Die Kuriere erhalten für ihren Einsatz eine Nummer, welche ihr Dienstalter angibt. Raph hat die Nr. 48, Caro die Nr. 67.

In der Vélocité sind sogar die Zahnbürsten nummeriert.

Die Protagonisten des Films

Caroline #67: die Heldin

CAROLINE, 29 Jahre alt, arbeitet seit acht Jahren als Fahrradkurierin bei der Firma Vélocité in Lausanne. Sie hat einen Wunsch: Journalistin zu werden.

Caroline hat Mühe, ihren Job, den sie leidenschaftlich gerne macht, aufzugeben. Dies obwohl die Tätigkeit als Velokurierin sehr anstrengend ist: Es kommt vor, dass sie, trotz ihrer Routine, nach mehreren Tagen Arbeit als Velokurierin ans Ende ihrer Kräfte kommt.

Ihre Angehörigen ermutigen sie, sich in ihrem professionellen Leben weiterzuentwickeln. Sie kann sich aber nicht dazu überwinden, die Welt der Vélocité, die sie so liebt und die sie mit Freiheit verbindet, aufzugeben.

Raph #48: der Rebell

RAPH, 30 Jahre alt, ist seit bald zehn Jahren Velokurier. Er befindet sich in einer tiefen persönlichen und professionellen Krise. Fahrradkurier zu sein bedeutet ihm alles, aber er hält sein Leben hier nicht mehr aus.

Aus diesem Grund entscheidet er sich, alles aufzugeben und wegzufahren. Er verkauft und verschenkt seinen gesamten Besitz, macht sich fertig und reist mit dem Fahrrad in Richtung Le Havre, um dort mit einem Frachtschiff nach Kanada zu gelangen. Sein Ziel: Velokurier in Montréal zu werden.

Alles, was ihm noch bleibt, sind sein Fahrrad, sein Rucksack, eine Trompete und seine Ideale.

Matila #154: der Anfänger

MATILA, 22 Jahre alt, ist der neuste Mitarbeiter der Vélocité. Mit ihm werden wir die Welt der Velokuriere kennen lernen. Er ist sehr motiviert, muss aber erst noch beweisen, dass er das Potential zum Lausanner Fahrradkurier hat.

Ausserdem repräsentiert er die Zukunft der Vélocité.

Die Herausforderung

CARO und RAPH sind auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt und reagieren – beide auf ihre Weise – auf die Herausforderung, dem Prozess der persönlichen Entwicklung nicht aus dem Weg gehen zu können.

Umsetzung: Frédéric Favre

Ich selber war während beinahe zehn Jahren (1999 bis 2008) Velokurier beim Krick Velokurier in Genf.

Der Wunsch, diesen Film zu machen, rührt daher, die starken Empfindungen, welche ich in meiner Zeit als Velokurier durchlebt habe, zu teilen.

Es ist auch eine Möglichkeit die Leute zu ehren, welche diesen aussergewöhnlichen Beruf ausüben.

Weshalb man dieses Projekt unterstützen sollte?

Wir sind auf eure Hilfe angewiesen, um dieses Projekt erfolgreich durchführen zu können.

Der Film hat einen finanziellen Zuspruch des Bundesamtes für Kultur gekriegt, jedoch nur einen partiellen. Aus diesem Grund musste ich den Dreh selbständig realisieren, um die finanziellen Mittel für eine qualitativ hochstehende Postproduktion aufsparen zu können. Die Cutterin und die Postproduktionséquipe werden die einzigen sein, welche für das Projekt entlöhnt werden.

Nun fehlen mir noch CHF 5'000, um das Produktionsbudget schliessen zu können. Mit eurer Unterstützung wird es uns möglich sein, den Schnitt, die Postproduktion und einen Teil der Musik zu finanzieren.