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Worum geht’s?

Die Menschen im Westjordanland (West Bank) haben je länger je mehr mit dem Verschwinden von landwirtschaftlicher Nutzfläche zu kämpfen. Das Bevölkerungswachstum führt zu einer stetigen Verstädterung und zu einer erhöhten Nachfrage nach Lebensmitteln. Die Kombination von Fischzucht und Gemüseanbau (Aquaponics) auf kleinstem Raum ist dabei eine besonders vielversprechende Technik.

Aquaponic-Systeme ermöglichen nicht nur eine vielseitige und ökologische Produktion von Lebensmittel im städtischen Raum; sie benötigen auch keinen synthetisch hergestellten Dünger, sind wassereffizient und verringeren die Abhängigkeit vom Ausland. Ideal also um den Menschen im Westjordanland neue Perspektiven zu bieten.

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So funktioniert Aquaponic

Das Prinzip von Aquaponics ist einfach. Aus einem Fischtank wird Wasser, angereichert mit den Ausscheidungen der Fische, zu einem Gemüsebeet geleitet. Die in den Ausscheidungen vorhandenen Nährstoffe werden vom Gemüse als Dünger aufgenommen. Das gereinigte Wasser gelangt anschliessend wieder zurück zu den Fischen.

Die Vorteile dieses Systems sind vielfältig:

  • Auf kleinster Fläche kann eine grosse Menge Nahrungsmittel produziert werden
  • Verschiedene Vitamine und Fettsäuren in den Produkten stellen eine vielseitige Ernährung sicher
  • Durch den Wasserkreislauf ist der Wasserverbrauch minimal
  • Synthetische Dünger werden nicht benötigt
  • Gemüse kann selber regional und frisch angebaut werden
  • Kosten und Energieinputs sind gering

Neben kleinen Mengen Wasser und Elektrizität ist Fischfutter also der einzige Input. Dieses enthält heute zumeist Fischmehl als Proteinquelle. Dieses Fischmehl kann aus Abfällen der Speisefischverarbeitung gewonnen werden. Allerdings bewirkte die gestiegene Nachfrage in den letzten Jahren, dass ein Zweig der Hochseefischerei sich ausschliesslich auf den Fang von Fischen zur Fischmehlproduktion entwickelte. Damit trägt die Fischzucht auch zur Überfischung bei.
Mit dem Verfüttern von Insektenlarven, welche Kompost oder tierische Abfälle in hochwertiges Protein umwandeln, wäre das Fischmehl demnach zu ersetzen.

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Was planen wir?

Wir wollen drei Systeme, bestehend aus je vier Behältern, an der Universität in Bethlehem konstruieren. Zwei Systeme werden als Aquaponics mit Fischen bestockt, wobei sich die Fütterung unterscheidet. Verwendet wird konventionelles Futter auf Basis von Fischmehl sowie Fischfutter, welches die Larve der Soldatenfliege enthält. Das dritte System ohne Fische, dafür mit Düngerzugabe dient als Kontrolle.

Im Rahmen einer Masterarbeit werden verschiedene Messungen vorgenommen. Durch den Vergleich der Biomasse, der Inhaltsstoffe im Gemüse und der anfallenden Kosten wollen wir kleinräumige Aquaponicsysteme mit Insektenlarven als Fischfutter besser verstehen und für Familien in der Region zugänglich machen.

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Was kostet das Ganze?

Die Kosten der Materialien für die drei Systeme sowie für die Fische und das Fischfutter belaufen sich auf CHF 4’000. Weiter fallen Kosten für die Beratung und den Unterhalt an. Die Universität in Bethlehem beteiligt sich ebenfalls an den Kosten, womit das Interesse am Weiterführen der Anlagen noch verstärkt wird. Kommen bei diesem Crowdfunding CHF 3’000 zusammen steht dem Projekt «Aquaponics in der West Bank» nichts mehr im Weg. Sollten wir sogar übers Ziel hinausschiessen, könnten Info-Veranstaltungen organisiert und private Anlagen unterstützt werden.