Abenteuer Klimaforschung in Patagonien: ein Fotografie- und Filmprojekt über eine Expedition auf der Magellanstraße und die Auswirkungen des Klimawandels.

CHF 24’244

134% von CHF 18’000

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So funktioniert’sä

Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

119 Unterstützer*innen

Erfolgreich abgeschlossen am 31.8.2020

Behold The Ocean

Fünf Ozeanografen und Meeresbiologen erforschen auf der Magellanstraße, welchen Einfluss der Klimawandel auf unsere Meere hat. Sie studieren das Verhalten von Walen, Delfinen und Seelöwen, sowie Veränderungen von Plankton, Algen und toxischer Algenblüte.

Ich werde die Wissenschaftler auf ihrer Expedition begleiten um die realen Umstände von Klimaforschung und die Effekte des Klimawandels in der überwältigenden Landschaft Patagoniens durch Fotografie und Film zugänglich zu machen. Geplant sind eine künstlerische Publikation mit analogen Fotografien und Texten der Wissenschaftler, eine Ausstellung und ein Kurzfilm.

Wissenschaftliche Forschung und die speziellen Umstände, unter denen sie betrieben wird, sind meist exklusiv und nur für einen kleinen Teil unserer Gesellschaft zugänglich, in dem bereits fachliche Expertise vorhanden ist. Dabei betrifft die Arbeit insbesondere in der Klimaforschung jeden von uns – und auch jeden, der nach uns sein wird. Als Künstlerin mit journalistischem Interesse und Liebe zu Recherche möchte ich einen vereinfachten und zugleich emotional ansprechenden Zugang zu Klimaforschung und ihren realen Gegebenheiten schaffen. Die Visualisierung und Vermittlung vom Klimawandel im allgemeinen Diskurs konzentriert sich häufig auf Szenarien von dramatischen Konsequenzen und Protest Imagery. Während die einzigartige Landschaft Patagoniens zwar eine Rolle in meiner Arbeit spielen wird und ich bewusst Raum lassen möchte für Bilder und Szenen, die sich vor ort ergeben, so möchte ich den Fokus auf den menschlichen Aspekt in der Wissenschaft legen: Wie arbeiten Klimaforscher? Wer sind die Individuen, die unter schwierigsten Bedingungen nach Lösungen suchen, die unsere Welt verändern sollen? Welches Verhältnis haben die Forschenden zu ihrem Forschungsumfeld? Welches haben sie untereinander?

Details, Fragen und Antworten

Es ist vorauszusehen, dass durch den Einfluss von Treibhausgasen die Temperatur der Ozeane in den nächsten fünfzig bis einhundert Jahren um 5° Celsius ansteigen wird. Polare und subpolare Regionen in den hohen Breitengraden werden in den kommenden Dekaden mit am stärksten vom Klimawandel betroffen sein. Fünf Ozeanologen und Meeresbiologen bereisen die Magellanstraße im südlichsten Patagonien um zu verstehen, welchen langfristigen Einfluss der Klimawandel auf unsere Weltmeere hat. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt ANNUAL DYNAMICS OF AIR-SEA EXCHANGE OF CO2 IN SUBANTARCTIC WATERS: THE ROLE OF GLACIER MELTING AND PRIMARY PRODUCTION AS DRIVERS OF pCO2 IN A PATAGONIAN GLACIAL FJORD wird von Dr. José Luis Iriarte, Professor an der Universidad Austral de Chile, geleitet. Die Forschungsgruppe studiert in der Region Seno Ballena das Phänomen der Ozeanübersäuerung infolge schmelzenden Gletschereises, und daraus resultierende Veränderungen im Verhalten von Walen, Delfinen und Seelöwen, Zoo- und Phytoplankton, sowie Algen und toxischer Algenblüte. Das Vorkommen von toxischer Algenblüte hat sich in den letzten Jahren verstärkt, was einen beträchtlichen Einfluss auf die vom Tourismus nicht unabhängigen Bewohner der Küstenregionen Patagoniens hat. Bereits in den späten 1970er und 80er Jahren hatte toxische Algenblüte mitunter tödliche Auswirkungen auf den Menschen. Gleichzeitig ist die Beziehung zwischen Klimawandel und gehäuft auftretender toxischer Algenblüte in Südpatagonien noch nicht eingehend erforscht worden.

Der Zugang zur Magellanstraße und der Wissenschaftler-Gruppe sind etwas Besonderes. Mit dem Projekt Behold The Ocean möchte ich einen nahbaren Einblick in die Welt der Klimaforschung geben und einen Beitrag zur Sichtbarkeit der Wissenschaftler leisten. Es handelt sich um ein freies Projekt ohne institutionellen Charakter – und genau deshalb benötige ich eure Unterstützung.

Wenn wir hier Erfolg haben haben, werde ich mich auf den Weg nach Südpatagonien machen.

Ein Nachhall: Die meisten dringenden Themen lassen sich auch von einer Pandemie nicht aufhalten – und das Klima gehört dazu. Corona hat einen Einfluss auf uns alle, und auch auf mich als freischaffende Künstlerin und Fotografin und auf die Wissenschaftler in Chile, die aktuell mit gestrichenen Fördergeldern für ihre Klimaforschungsprojekte in Chile kämpfen müssen. Um so wichtiger ist es mir, dieses besondere Projekt machen zu können und die Einblicke in die Klimaforschung mit anderen zu teilen, sei es digital und visuell, im Gespräch oder ganz haptisch.

Freunde und Partner

– José Luis Iriarte: altruistischer Wissenschafter, Ozeanograf, Expeditionsleiter und Professor an chilenischen Universitäten mit Vertrauen in eine junge Künstlerin

– edition fink: ein wunderbarer Verlag aus Zürich, mit dem die Publikation im Anschluss an die Expedition erarbeitet und herausgegeben wird

– Harol Bustos: talentierter Grafikdesigner aus Chile und Gestalter der Publikation

– la_cápsula: Atmosphärische Ausstellungsräumlichkeiten in Zürich

– Stephan Goldbach: fantastischer Musiker und Komponist, der die Musik für den Kurzfilm schreiben wird

– ars imago: der Ort, der dank Menschlichkeit und Expertise die Analoge Fotografie mit am Leben erhält. Hier zudem: Emulsions- und Kommunikationspartner

– Centro IDEAL: mein sicherer Hafen in Punta Arenas vor und nach der Expedition

– Richard Photo Lab: Entwicklungshelfer in L.A. für meine belichteten Filme

– One Tree Planted: eine internationale Baumpflanz-Organisation. Wenn du das Projekt unterstützt, pflanzt du automatisch einen Baum in den Anden, denn ich möchte nicht nur etwas aus Südamerika mitnehmen, sondern auch etwas zurückgeben – und Bäume braucht es überall.