– Das erwartet dich –

Unser 30-minütiger Kurzfilm erzählt die Geschichte des schwulen Asylsuchenden O. Wir begleiten den Nigerianer durch seinen Alltag in der Schweiz. O., der seine erlesene Garderobe in Berns Brockenhäusern zusammensucht, O., der in jeder noch so absurden Situation mit einer treffenden Redewendung glänzt, O., der als  Karatelehrer Engelsgeduld beweist, O., der uns erklärt, wie Geranien am besten gedeihen. 

Aller Lebensfreude zum Trotz, wird O. immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt. Er erzählt davon, wie es ist, nirgends willkommen zu sein. Was es bedeutet in einem Land zu sein, wo Homosexualität zwar legal ist, er aber nicht bleiben darf. Und was es heisst, mit der Angst leben zu müssen, nach Nigeria zurückgeschafft zu werden. Dorthin, wo er zwar seine Wurzeln hat, aber durch sein blosses Sein zum Verbrecher wird.

So einzigartig O. ist, so verbreitet ist sein Schicksal. Unser Film weist auf die Situation homosexueller Flüchtlinge hin, die durch ihre Sexualität ganz tief in ihrem Sein gefährdet sind.

– Dafür brauchen wir deine Unterstützung –

Damit dieser Film produziert werden kann, wurden bisher viele Stunden freiwilliger Arbeit investiert. Unser Engagement soll auch weiterhin unentgeltlich bleiben. Trotzdem fehlt es noch an Geld, um die Kosten für Material, Spesen sowie für die Postproduktion zu decken. Unterstütze uns, damit O. seine Geschichte erzählen kann!

Wir sind um jede Hilfe dankbar – falls du also gar Filmequipment zur Verfügung stellen kannst oder dein Wissen im Bereich Postproduktion einbringen willst: Melde dich bei uns! Egal, ob du schon immer dein Karate-Potential testen oder die nigerianische Küche erkunden wolltest, wir haben sicher ein passendes Dankeschön für dich!

– Das ist O. –

What is my crime? – Was ist mein Verbrechen? Das fragt sich O. immer wieder. Oft erhebt er kopfschüttelnd die Stimme und versteht nicht, wo das Problem liegt. 

Why is it their business? – Was kümmert es sie? O. ist Nigerianer und schwul. Und mit «sie» meint er die Leute aus seinem Heimatdorf. Zehn Jahre ist es her: Angeführt von seinem eigenen Vater, überfallen sie ihn und seinen damaligen Partner. O. und sein Freund entkommen nur knapp dem Tod. 

Sie sind bereits seit sechs Jahren auf der Flucht, als sie in der Schweiz Asyl beantragen. Doch die Schweizer Behörden lehnen das Gesuch ab. Die Begründung: Homosexualität sei in Nigeria kein Problem, sofern man sie «diskret» lebe. Doch O. ist überzeugt, dass es sein Recht ist, zu lieben. Auch einen Mann. Er bleibt in der Schweiz. Wo soll er auch hin? In Nigeria droht ihm nicht nur die blanke Wut der Dorfbewohner. Homosexualität ist dort ein Verbrechen und wird mit 14 Jahren Gefängnis bestraft. Ein neues Asylgesuch mit neuen Beweisen gibt ihm Hoffnung. Er möchte einfach in Ruhe gelassen werden und in Sicherheit leben. O. weiss, er hat Recht auf Schutz und fragt sich, wie hoch der Preis dafür ist. Und warum die Narben an seinem Rücken nicht Beweis genug sind. Sie stammen von Verletzungen aus jener Nacht vor zehn Jahren und erinnern ihn täglich daran, wovor er seither flieht. 

Informationen zu O.’s Geschichte und zum Thema: