Von der Schweiz nach Uruguay, um Landwirt zu werden

Im 2012 sind wir nach Uruguay, in die ländliche Umgebung von Montevideo, ausgewandert, um als Landwirte den kleinen Familienbetrieb Britos zu übernehmen. Wir, Serena, eine Biologin, und Matthias, ein Schauspieler, haben entschieden, unseren Arbeitsplatz (und viele schweizeriesche Annehmlichkeiten) zu verlassen, um etwas völlig Neues in Angriff zu nehmen. Ein Projekt, an das wir glauben und an dem wir gemeinsam teilhaben können.

Was tun wir?

Ein paar Kilometer vom Geburtsort des Tangos, in «Manga», einem Vorort von Montevideo, bewirtschaften wir sieben Hektaren Ackerland. Unser Anbau ist ein Mosaik aus Produkten die sich gegenseitig harmonisch ergänzen. Saisogemüse jeglicher Art, eine Vielzahl von Obstgärten und Legehennen. Eine derartig diversifizierte  Bewirtschaftung ist in Uruguay fast einzigartig. Seit 2015 bedecken  die genmanipulierten Monokulturen eine Fläche von  1,6 Millionen Hektar mit Soja und Süssmais, meist mit Monsanto Samen angebaut und mit den schlimmsten agro-toxischen Substanzen behandelt, die übrigens von der gleichen Firma hergestellt werden.

Dreimal die Woche beliefern wir einen Bio-Laden im Zentrum von Montevideo, einmal die Woche einen Gemüsehändler, der ins Domizil liefert, und jeden Sonntag haben wir einen Stand auf dem Bio-Markt.

Nach zwei Jahren Ausbildung und Alltagspraxis haben wir erkannt, dass einige Investitionen und Maßnahmen unsere Arbeit wesentlich verbessern und die Produktion von Gemüse, Obst und Eiern erhöhen könnte. Diese Steigerung der Produktion wird von unseren Kunden erwartet, da im Moment die Nachfrage weit höher ist als unsere Produktionskapazität. Diese Crowdfunding – Kampagne verbessert das bereits Existierende und steigert die Ertragskapazität unserer Arbeit welche wir mit viel Liebe und Engagement, Tag für Tag leisten. Mit Ihrer Unterstützung können wir diese Ziele erreichen und zeigen, dass  ein nachhaltiges und biologisches Agrarmodell lebensfähig ist.

Ein Projekt um es einfacher und besser zu machen

Um unsere aktuellen ökologischen Landbau wesentlich zu steigern und gleichzeitig die Qualität unserer Arbeit zu verbessern haben wir uns für 3 Massnahmen entschieden. Das erforderlich Investitionskapital beträgt CHF 16’000.

  • Vergrösserung der Hühnerhaltung von 30 auf 180 Legehennen. Kosten: CHF 5’000.

Nach zwei Jahren Erfahrung mit einem kleinen, mobilen Hühnerstall haben wir festgestellt, dass die Hühner einen grossen Beitrag im Lebenszyklus einer biologischen Produktion leisten. Sie helfen bei der Schädlingsbekämpfung, durch den Freilandauslauf düngen sie den Boden, fressen das Gras und liefern biologische Eier.

  • Installation eines Bewässerungssystems für den Obstbau. Kosten: CHF 5’000.

Unsere Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäume sind ausgewachsen und tragen Früchte. Nun benötigen sie eine regelmässige Bewässerung, um den Ertrag zu sichern. Dazu benögt es einen Wassertank und ein Bewässerungssystem für jeden einzelnen Baum.

  • Kauf und Installation eines Containers für Werkzeuge und die Zwischenlagerung von Gemüse und Obst. Kosten CHF 6’000.

Momentan verfügen wir über einen veralteten Schuppen, der nicht mehr den hygienischen und den notwendigen Sicherheitsanforderungen entspricht. (Wir leben in Südamerika und leider begleitet uns die Gefahr von Diebstählen ständig.)Ein grösserer, abschliessbarerContainer verbessert die Arbeitsbedingungen und das dringend notwendigePlatzangebot für die Werkzeuge und die Zwischenlagerung der Ernte.

Warum uns unterstützen

  • ...Du gibst einem kleinen Unternehmen die Chance, die Erträge erheblich zu steigern, damit in dieser Region mehr Personen in den Genuss von Bio-Lebensmittel kommen. Die Nachfrage ist grösser, als wir im Moment produzieren können!
  • ….Du kämpfst mit uns gegen das Monopol der Monokulturen in Uruguay (nicht nur)
  • …Du hilfst uns die Erträge zu steigern  und erlauben mehr Personen biologische Lebensmittel bei km 0 zu erwerben.
  • …Du unterstützst einen biologischen Familienbetrieb, wo Biodiversität und ein umwelfreundliches Bewirtschaftssystem gelebt wird. Eine Art von Landwirtschaft, die in Uruguay (nicht nur) noch wenig praktiziert wird, jedoch auf reges Interesse stösst. Regelmässig öffnen wir die Türen unseres Unternehmes für Praktikanten, Kurse und Besichtigungen.  Zudem besuchen uns viermal pro Jahr die Agronomiestudenten der Universität  von Montevideo. Wir sind der Meinung, es ist unsere Pflicht, die biologische Landwirtschaft der Öffentlichkeit zugänglicher zu machen und unsere Erfahrungen zu teilen.
  • … Du hilfst mit, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, welche es in Uruguay dringend benötigt.

Belohnungen