Darum geht’s

Wir sind eine Gruppe von Klimaaktivistinnen, welche während der Herbstrebellion anfangs Oktober in Zürich am Dienstag 5.10. erfolgreich die Urianiastrasse blockierte. Wir machten damit auf die absolute Dringlichkeit der Klimakatastrophe aufmerksam und forderten sofortige Massnahmen und Klimagerechtigkeit. Trotz massiver Polizeipräsenz war es uns möglich den Beacon, ein Bambus-Stahlseil-Gerüst, vor den Augen dutzender Polizeibeamtinnen aufzustellen. Die Polizei benötigte trotz sofortigem Beginn der Räumung rund 2,5 Stunden um die zwei Kletter*innen zu entfernen. Wie zahlreiche Medienberichte zeigten, war unsere Kleingruppenaktion das Highlight des 2. Aktionstages und wurde äussersts positiv aufgenommen.

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Neben grossen persönlichen Konsequenzen...

Die zwei Kletterinnen sowie drei Unterstützerinnen wurden sofort festgenommen und 48 Stunden in Haft gehalten. Dabei waren alle mindestens 24 Stunden in Einzelhaft. Wir sind fünf junge Menschen, welche sich mit Herzblut für Klimagerechtigkeit einsetzen. Wir (er)tragen diese persönlichen Folgen, sowie den Strafregistereintrag. Denn Demonstrationen, Petitionen und Abstimmungen reichen bei weitem nicht aus um eine adäquate Antwort der Politik auf die Klimakatastrophe zu bringen. Die Haft und Repression macht uns Angst, doch die Angst vor der Klimakatastraphe ist grösser, deshalb blockieren und stören wir bis wir gewinnen!

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...ist Klimaaktivismus sehr teuer

Doch nicht nur die persönliche Freiheit sowie Vorstrafen müssen getragen werden, sondern auch horrende Bussen. Mit Verfahrenskosten, Bussen sowie weiteren Gebühren kommen knapp 10’000 Franken zusammen. Ausserdem wurde während der unkoordinierten Räumung unser Beacon/Bambus-Gerüst unnötigerweise von der Polizei zerstört. Damit wir uns auch weiterhin für Klimagerechtigkeit einsetzen können, möchten wir das zerstörte Material im Wert von rund 1000 Franken ersetzen und weitere 2000 Franken für den Bau von weiteren Beacons sammeln.