«Cello Abbey», britische und irische Musik für Cello und Orchester

Wie das Projekt entstand:

Ich kam in der Schweiz zur Welt und lebte 15 Jahre in Frankreich, bevor ich nach Deutschland umzog.  Die Inspiration dieser Länder hat mich tief geprägt. Die letzten beiden Jahre vor meinem Master-Examen studierte ich in England an der Royal Academy of Music in London. Dort verliebte ich mich in drei Komponisten des 20. Jahrhunderts, deren Musik mir das Fenster zu einer neuen hochsensiblen Welt einzigartiger Klangfarben öffnete. Von da an träumte ich davon, deren Kompositionen für Cello und Orchester einmal in einem Projekt zusammenzuführen, um den einzigartigen, diese Werke verbindenden Zauber mit meinem Publikum teilen zu können! Und jetzt ist es endlich soweit! In zwei Monaten werde ich sie auf CD einspielen!

Um welche Werke handelt es sich?

Bei dem Werk, das ich als erstes aufnehmen möchte, handelt es sich um das berühmte, im Jahre 1919 komponierte Konzert für Violoncello und Orchester von Sir Edward Elgar. Dieses Stück lädt Solisten und Orchester dazu ein, seine mysteriöse Melancholie zu entschlüsseln und das Spannungsfeld zwischen glorreichem Heldentum und tiefer Verzweiflung, das ihm inne liegt, auf persönliche Weise zu durchleben. Ich hatte immer das Gefühl, daß in dieser Musik für jeden Cellisten ein Geheimnis verborgen liegt. Und wie es manchmal so kommt: vor einigen Tagen wurde ein Text publiziert, der mich in meiner Intuition bestätigte. Darin heißt es, Elgar habe mit seinem Cello-Konzert das Bild eines Menschen entwerfen wollen, der über den Sinn des Lebens nachdenkt.

Das zweite Stück auf der CD wird das 1956 entstandene Konzert für Cello und Orchester von Sir William Walton sein. Die Musik Waltons hat außerhalb Englands bislang keine breitere Öffentlichkeit erreicht. Während meiner Studienzeit in England bin ich dem unwiderstehlichen Charme dieser Musik von dem Moment an, als sie mir im Rahmen eines Kammermusikprojekts an der Royal Akademie zum ersten Mal begegnete, ganz und gar verfallen. Walton hat eine hypnotische Musik voller Magie komponiert, die einen in eine andere, imaginär- verwunschene, dämmernde Welt halb verblichener Farben entführt, die man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte! Ein wahres Genie!

Kommen wir zum letzten und vielleicht spannendsten Teil meines Projekts: zu der aus Irland stammenden Komponistin Ina Boyle. Sie lebte in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Leider führten ihre Kompositionen ein Schattendasein und fanden bis heute keinen Verleger. Ina Boyle hatte zeitlebens im Haus ihrer Eltern nahe Dublin auf dem Lande gelebt. Auch wenn sie mehrere Reisen nach London unternommen hatte, um bei Ralf Vaugham Williams, einem der renommiertesten Komponisten Englands, Kompositionsunterricht zu nehmen, so reichte die Zeit dort offensichtlich nicht aus, um bekannt zu werden und sich einen Namen zu machen. Es ist beeindruckend, zu lesen, wie sie ihre Werke so vielen Künstlern geschickt hat, ohne sie jemals zu Gehör zu bekommen. Selbst als es soweit kam, daß sie vom Gemüse aus ihrem Garten leben mußte, hat sie doch ihre Leidenschaft, das Komponieren, bis zu ihrem Tod niemals aufgegeben! Ich hatte schon des öfteren das Glück, frische zeitgenössische Werke interpretieren zu dürfen, aber es ist nochmal etwas ganz anderes, ein Werk zur Erstaufführung zu bringen, das schon vor hundert Jahren geschrieben wurde: es fühlt sich in etwas so an, als bringe man im letztmöglichen Moment die Botschaft eines tief fühlenden, physisch längst verstorbenen Menschen wieder zum leuchten.

Wer wird alles an dem Projekt teilnehmen?

Herausragende Künstler haben sich bereit erklärt, sich mit mir in dieses spannende neue Abenteuer zu stürzen: Die Staatskapelle Weimar, ein Orchester, mit dem ich als Solistin schon vor einigen Jahren konzertiert habe und dessen hervorragende Klangqualität und Auffassungskraft mich sehr beeindruckt haben.

Paul Meyer, berühmter Klarinettist und Dirigent von Weltruf, der Ihnen durch seine zahlreichen Aufnahmen sicher bekannt sein wird, hat uns die große Ehre erwiesen, das Dirigat zu übernehmen.

Warum benötige ich Ihre Hilfe?

Wie Sie vielleicht schon wissen, durchlebt die CD-Industrie gerade harte Zeiten und die meisten CD-Labels haben ein neues Geschäftsmodell eingeführt, in dem selbst etablierte Künstler einen Teil der Produktionskosten mitfinanzieren müssen. Dies kann ich aus eigener Kraft nicht leisten.

Falls es Ihnen Freude machen sollte, mir zu helfen, diese Kosten aufzubringen, habe ich mir verschiedene Möglichkeiten ausgedacht, wie ich Ihnen dafür danken könnte! Im Menu rechts neben dem Video habe ich sie für Sie aufgelistet.

Ich danke Ihnen sehr für Ihr Interesse und freue mich über jede Unterstützung!