Nehmen Sie am kongolesischen Weltraumabenteuer teil!

Seit zehn Jahren entwickeln und starten die Ingenieure Jean-Patrice Keka und ihr Team von Keka Aerospace Raketen mit lächerlichen Mitteln in Menkao, in der Demokratischen Republik Kongo. Codename: Troposphere Programm. Beeindruckt von ihrer Entschlossenheit, ihrem Einfallsreichtum und ihren Fähigkeiten in der angewandten wissenschaftlichen Forschung hoffen wir, ihnen dabei zu helfen, die Rakete Troposphere 6 bis zum nächsten Frühjahr zu starten.

Troposphère 6 ist eine dreistöckige, 15 Meter hohe Rakete, die den Satelliten Njiwa auf 200 km Höhe schicken wird, um Fotos der Erde aufzunehmen, die direkt an das Kontrollzentrum in Menkao, 180 km von Kinshasa entfernt, übermittelt werden.

Das Projekt Troposphère 6 ist technisch realisierbar und höchst symbolisch. Es bringt Hoffnung und Stolz für die Kongolesen, und hilft die Ausbildung von Ingenieuren anzuspornen, die das Land dringend braucht. Auf einer weiteren Ebene möchte Keka Aerospace fähig werden, Satelliten und, wer weiss, eines Tages einen afrikanischen Astronauten auf die Umlaufbahn zu schicken.

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Die Freunde von Keka Schweiz

Wir sind ein kleines Team von Regisseuren aus Lausanne welches Jean-Patrice Keka im Rahmen einer Reportage über seine Arbeit kennengelernt hat. Trotz der Schwierigkeiten beim Start seiner Rakete Troposphère 5, haben wir eine Gruppe talentierter Ingenieure, Elektroniker, Informatiker und Mechaniker entdeckt, die mit lokalen Mitteln erfinderische Lösungen erreichen.

2015 waren wir dabei, als sie das Wrack eines Frachters, der seit 23 Jahren einen Teil des Hafens von Kinshasa blockierte, wegschafften. Eine technische Leistung die vorher Teams aus Norwegen und Russland wegen der starken Strömungen des Flusses Kongo nicht geschafft hatten.

Das grösste Hindernis für das Projekt Troposphère 6 ist finanzieller Art. Wir möchten vor allem Mittel für den Kauf von teurem Material und für die Miete von Präzisionsmaschinen für die maschinelle Fertigung des Rumpfes sammeln, sowie den Kauf von Treibstoff zu ermöglichen. Sämtliche Einnahmen werden exklusiv für dieses Projekt verwendet.

Wegen der Schwierigkeiten des Zugangs zum Internet, ist es praktisch unmöglich im Kongo eine Crowdfunding Kampagne zu machen. Deshalb verwalten wir, «Les amis de Keka Suisse» (Die Freunde von Keka Schweiz), ein nicht-lukrativer Verband nach schweizerischen Recht, alle Spenden und kontrollieren die Gegenleistungen des Projekts.

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5 Fragen an Jean-Patrice Keka, Ingenieur und Leiter des Projekts

  • Ist ein Raumschiffprogramm im Kongo überhaupt sinnvoll?

Natürlich kann man der Meinung sein, Kongo habe andere Prioritäten als ein Raumschiffprogramm. Aber wir müssen uns auch für die Zukunft vorbereiten! Wir möchten unserer Jugend zeigen, dass man mit grossem Willen auch grosse Träume verwirklichen kann. Bei jedem Start einer unserer Raketen entschliessen sich hunderte junger Kongolesen für ein wissenschaftliches Studium. Dieses Know-how und dieser Glauben an die Zukunft sind für unser Land äusserst wichtig.

  • Eine Rakete die 50’000.- Franken kostet: wie ist das möglich?

Unsere Forschung fokussiert sich darauf, mit den hier bestehenden Mitteln zu arbeiten. Wir haben ein einzigartiges Know-how in Sachen Recycling entwickelt. Der Rumpf der ersten Raketen, sowie derjenige der aktuellen Testrakete, wird aus Milchpuderboxen gebaut; die elektronischen Komponenten werden aus alten Geräten wiederverwertet, die wir auf Müllkippen finden. Der Raketentreibstoff Propergol wird von Hand gefertigt. Unser Team von ungefähr 20 Personen ist relativ klein. Ohne staatliche Hilfe gehen wir Schritt für Schritt vorwärts.

…und man hört viel weniger von Troposphère 4, die es bis auf eine Höhe von 15 km geschafft hat. Jede Rakete ist ein Prototyp, und wir sind in der internationalen Raumschiffforschung bei weitem nicht die einzigen, die technisches Versagen erlebt haben…Durch ein Transportproblem bis zur Startrampe kam es bei einem der sieben Motoren der Rakete Troposphère 5 zu einer Panne. Daraus haben wir viel gelernt. Mit Recyclingmaterial an neuen Technologien zu arbeiten, ist teilweise was unser Projekt so interessant macht und unser Wissen erweitert, sei es im Engineering, aber auch in der Landwirtschaft, Medizin der Landärzte, Kommunikation und Energieforschung.

  • Wie wird das Geld verwendet werden ?

Die Herstellung mancher Hauptbestandteile der Rakete benötigen Präzisionsmaschinen die man im Kongo kaum findet; auch die Herstellung von Propergol und die Vorbereitung der Startrampe sind teuer. Und last but not least wird das Geld uns erlauben, unser Team von Ingenieuren, Elektronikern, Mechanikern und Informatikern zu entlöhnen!

  • Wann könnte Troposphère 6 starten ?

Die Rakete ist heute voll konzipiert, die verschiedenen Teile (der Satellit Njiwa, das Raumschiff Mpongo, die verschiedenen Motoren, Kameras, usw) werden bald gebaut. Wenn das Crowdfunding funktioniert, kann die Rakete zwischen Oktober 2018 und Frühling 2019 starten.

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