Ein Physical Theater Projekt über die Vergänglichkeit

Mit Hilfe der Improvisation, bestehenden Texten aus Literatur und Liedern werden wir das sagenumwobene Thema der Loreley umsetzen. Die Musik wird eigens für dieses Bühnenstück komponiert. Die theatralische, artistische und tänzerische Darstellung wird stark in den Dialog zwischen Live-Musiker und Artistin einbezogen werden.

Grosser Enthusiasmus, unsere Leidenschaft und Spielfreude die kosten uns nicht viel, doch für alles andere was es bis zur Realisierung des Bühnenstücks braucht, benötigen wir zusätzlich finanzielle Unterstützung. Damit wir unser Projekt bestmöglich realisieren und unsere Premiere am 14. Februar 2013 im H95 Raum für Kultur in Basel stattfinden kann, sind wir auch auf eure Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns über euren Beitrag!

Projektbeschrieb

1840 schrieb Victor Hugo:
 «Wenn die Sonne die Wolkendecke durchdringt und ihr Licht durch eine Luke am Himmel lächelt, gibt es nichts Hinreissenderes als Bacharach am Rheine», dort wo unsere Loreley, frei nach Clemens Brentano, im Rheine liegt. Lore, von Lure: die Hinterlistige, das Luder, das personifizierte Böse, die durch ihre äusseren Reize lustvoll provoziert? Das Machtspiel der Verführung zwischen Mann und Frau ist gefährlich. Es fordert seine Opfer, das hat Lore schon damals erfahren. 

Durch die Bewegung des Wassers hat sich das Felsstück aus Ley, althochdeutsch für Schiefer, neben dem unsere Loreley seit Jahrhunderten im Rheine liegt zu einer grossen Kugel voller Erinnerungen geschliffen, denen sie nochmals nachgehen will. In Gedanken versunken, umschlingt Lores Körper diese Kugel, dieses Runde, das sie an ihre früheren weiblichen Reize erinnert, an ihre Sinnlichkeit, Anmut und Schönheit und an ihre Verführungskünste, denen oft einer erlegen ist. Doch auch an ihr Verlassenwerden erinnert sie sich, ihre Wut, ihren Schmerz, aus dem jederzeit der Funke einer Boshaftigkeit herausbrechen kann. Aus weiter Ferne dringen sehnsuchtsvolle Klänge in ihre Tagträume. Lore verspürt eine grosse sehnsuchtsvolle Lust, aus den Fluten des Rheins zu steigen und sich ans Ufer zu Bacharach zu setzen.

Auf ihrer Kugel sitzend, lauscht sie dem  «Lore», dem Gemurmel des Rheins, einer wundersamen, gewaltigen Melodei!  Oder war es doch «Zu Bacharach am Rheine wohnt eine Zauberin...?» Erinnerungen aus alten Zeiten .... «das kommt ihr nicht aus dem Sinn». Lore erinnert sich! 

Damit dieses Erinnerungen aus vergangener Zeit lustvoll, klangvoll und schräg wie so manche Schieferlage, durch die Artistin und Tanz- und Theaterschaffende Claudia Brodbeck und den Musiker Markus Imhof unter der Regie von Claudia Carigiet in Szene gesetzt werden können, brauchen wir  Eure Unterstützung.