Darum geht’s

Am 11. und 12. September 2020 findet in in der Grossen Halle in Bern und online die erste Feministische Sondersession statt! Parallel zur Herbstsession der Eidgenössischen Räte.

Warum?

Weil die bezahlte und unbezahlte (Care)-Arbeit von Frauen* «systemrelevant» ist. Das zeigt(e) die Corona-Krise deutlich: Detailhändlerinnen, Kinderbetreuer*innen, Pfleger_innen und Mütter sorg(t)en dafür, dass der Laden läuft.

Frauen* tragen die Last der Krise. Die Arbeitsbelastung von Frauen* und inbesondere von Müttern hat während des Lockdowns zugenommen. Zudem sind Frauen* überdurchschnittlich von Entlassungen aufgrund der Corona-Krise betroffen. Die ökonomische Benachteiligung von Frauen* droht sich zu verschärfen.

Frauen* sind Betroffene UND Expertinnen. Sie verfügen über enorme Erfahrung und Expertise in allen Bereichen, die zur Bewältigung dieser Krise zentral sind.

Im Krisenstab des Bundesrates waren Frauen* mit ihrem Wissen dennoch nicht vertreten. Deshalb organisieren wir die Feministische Sondersession, die all jenen Frauen* eine Plattform bieten soll, die bisher nicht oder zu wenig gehört wurden.

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Was haben wir vor?

An der ersten Feministischen Sondersession wird eingebracht und debattiert, was im Krisenstab des Bundes ignoriert wurde und in der Herbstsession der Eidgenössischen Räte nicht auf den Tisch kommt. Unter dem Dach der Grossen Halle und über unsere digitalen Kanäle wollen wir Berichte und Erfahrungen unterschiedlicher Frauen* im Zusammenhang mit dem Corona-Lockdown und mit ihrem Alltag sammeln und unsere Forderungen festhalten.

Am Freitagabend, den 11. September, öffnen wir die Bühne für inspirierende Reden, für kleinere und grössere Beiträge von Frauen, die über ihre Situation in systemrelevanten Berufen sprechen: Care-Migrantinnen, Detailhändler_innen, Kinderbetreuerinnen, Pfleger_innen, Mütter und andere mehr. Das Programm am Freitagabend streamen wir live.

Am Samstag, den 12. September, finden Workshops zu Themen wie Mutterschaft und Mutterschutz, feministische Wissenschaftskritik, politische Partizipation, Migration und Rassismus, unbezahlte und bezahlte (Care-)Arbeit, Kinderbetreuung, Gesundheit und Gewalt gegen Frauen* statt. Nicht alle wichtigen Themen sind damit abgedeckt! Deshalb ist Raum reserviert für eine offene Diskussion über Themen, die Teilnehmerinnen vor Ort oder online einbringen können.

Abschliessend wollen wir die Feministische Sondersession mit einem Austausch aus den Workshops, der Aufführung des Sondersessions-Chors, mit Gesprächen an der Bar und mit Musik.

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Dafür brauchen wir Unterstützung

Die Feministische Sondersession lebt von vielen unbezahlten Arbeitsstunden, die wir in die Vorbereitung investieren. Doch nicht alles ist gratis: Für die Miete der Grossen Halle, Technik, Material, Soli-Honorare für Techniker*innen, Künstler_innen und Grafiker_innen brauchen wir eure Unterstützung.