Darum geht’s

In fast jedem Parlament der Schweiz, ob National-, Stände- oder Kantonsrat, sitzen weniger Frauen als Männer. Und dies in einer Zeit, in der wichtige gleichstellungspolitische Themen anstehen. 50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts wollen wir die Gleichstellung in der Politik endlich in den Fokus rücken.

Und zwar mit einer Frauensession im Bundeshaus.

246 Frauen* aus der ganzen Schweiz werden am 29. und 30. Oktober im Nationalratssaal Platz nehmen, ihre dringlichsten Themen diskutieren und Anträge aus eigens gebildeten Kommissionen behandeln. Zum Schluss überreichen sie Parlament und Bundesrat ihre konkreten Forderungen. Die Teilnehmerinnen* an der Session werden – ganz demokratisch – im Vorfeld gewählt. Damit kommt die Frauensession einer echten Parlamentssitzung so nahe wie nur möglich. Genauso bindend sollen auch die Resultate sein!

Diese Zusammenkunft der Schweizer Frauen* hat übrigens Tradition: Bis 1996 organisierten die Frauenverbände regelmässig grosse Kongresse, an denen Frauen* Parolen fassten und ihre Forderungen äusserten. Die Themen waren damals gar nicht so anders als heute: Bereits 1921 in Genf war die Lohngleichheit von Frau und Mann traktandiert.

Warum die Frauensession wichtig ist

An der Frauensession werden wichtige gleichstellungspolitische Themen endlich konzentriert behandelt. Etwa die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewalt an Frauen, weibliche Altersarmut, Care Arbeit und Gleichstellung im Arbeitsmarkt. Die Unabhängigkeit der Landfrauen und Bäuerinnen, sexuelle Gesundheit und Gendermedizin. Die Rolle der Frau in der Wissenschaft. Und viele weitere Anliegen.

Die Forderungen, die die Frauen* an der Session im Bundeshaus ausarbeiten, sollen als Leitlinie für die künftige Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik in der Schweiz dienen. Damit diese Forderungen breit abgestützt und demokratisch relevant sind, müssen die Teilnehmerinnen* der Frauensession kandidieren und in ihrer Region gewählt werden. Dazu haben wir eine eigene Wahlplattform ins Leben gerufen. Eingeladen sind zudem alle aktuellen National-, Stände- und Regierungsrätinnen.

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Dafür brauchen wir Unterstützung

Noch nie sassen so viele Frauen* gemeinsam im Nationalrat. Noch nie befasste sich eine Session zwei Tage lang nur mit der Gleichstellung. Damit diese Aktion Realität werden kann, brauchen wir DICH!

Eine Frauensession zu organisieren kostet einiges. Uns fehlen mindestens 30 000 Franken, um diesen historischen Anlass durchführen zu können und die Leitplanken für die nächsten Jahre in der Gleichstellungspolitik zu legen.

Die Frauensession wird organisiert von alliance F, dem überparteilichen Dachverband der Frauenorganisationen in der Schweiz, den Evangelischen Frauen Schweiz (EFS), dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), dem Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF), dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund (SKF) und der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen (EKF).