Blick in die ZukunftVon Hof Blumeninsel, am 26.11.2016 12:57

Ein kleiner Blick in die Zukunft: nächstes Jahr soll für Kinder und Schulklassen die Möglichkeit entstehen, auf dem Acker mitzuhelfen. Der Bau von Raupenkästen und die erlebbare Herstellung von Wurmhumus mit Hilfe von Kompostwürmern sollen als weitere Angebote hinzukommen.

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Der mobile HühnerstallVon Hof Blumeninsel, am 22.11.2016 19:19

Und so sieht das aus wenn ich den mobilen Hühnerstall umstelle :)

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Mein morgendlicher Weg im NovemberVon Hof Blumeninsel, am 21.11.2016 14:29

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Danke!Von Hof Blumeninsel, am 16.11.2016 08:55

Juhu! Ich freue mich sehr, dass die ersten 10% geschafft sind. Vielen Dank euch allen! Liebe Grüße Simon

Ein Tag im Leben eines Huhns auf dem Hof Blumeninsel. Ilse ist übrigens die lauteste Henne im Stall und auch eine der neugierigsten. Wenn ich zwischen ihnen auf der Wiese sitze ist Ilse immer eine der ersten die mich neugierig beäugt.

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Ein paar Zeilen über michVon Hof Blumeninsel, am 15.11.2016 11:21

Simon

Ich wurde 1987 im schönen Chiemgau geboren.Bereits seit den frühen Kinderjahren bin ich ein begeisterter Landwirt. Nach 10 Jahren Waldorfschule besuchte ich parallel zur 10. Klasse einen Abendkurs als externer Schüler bei der VHS, um den Qualifizierten Hauptschulabschluss zu erwerben. Denn ich wollte so bald wie möglich mit der Lehre zum Landwirt beginnen. Nach dem Abschluss der Schule begann ich nun endlich die Ausbildung und bestand nach drei Lehrjahren mit Erfolg die Gesellenprüfung. Schon in der Ausbildung war ich dem Ökologischen Landbau sehr verbunden. Im Anschluss an die Lehrzeit stand der Zivildienst bevor. In dieser Zeit arbeitete ich als Betreuungsperson für einen jungen Mann und koordinierte ein landwirtschaftliches Pilotprojekt auf einem Demeter Betrieb.

Während sich üblicherweise Handwerksgesellen auf Wanderschaft begeben, um Gelerntes zu vertiefen und neue Fähigkeiten zu erlernen, traf ich die Entscheidung, ebenfalls loszuziehen und meinen eigenen Weg zu gehen. Im Oktober 2008 ging ich zu Fuß von der elterlichen Haustüre los. Mein Ziel war es, Betriebe von ganz klein bis ganz groß anzuschauen, mitzuarbeiten und vor allem auch die Menschen kennenzulernen, die diese Höfe bewirtschafteten. Da mir das Auto, der Flieger und das Rad zu schnell waren, entschied ich, zu gehen.Nachdem ich auf einem Bergbauernhof am Ossiacher See in Kärnten war, wanderte ich nach Hohentengen am Hochrhein. Dort verbrachte ich einige Zeit auf einem Demeter Betrieb, der seinen Schwerpunkt auf der Haltung von Mutterschweinen und Mutterkühen hatte. Ich verließ den Betrieb mit einem neuen Zelt, das mir der Betriebsleiter gekauft hatte.

Mein nächstes Ziel war nun, zu Fuß und mit dem Fahrrad nach Hamburg zu kommen, denn ich hatte einem Stellenangebot als landwirtschaftlicher Mitarbeiter in Ontario (Kanada) zugesagt. Ich erreichte den Flughafen in Hamburg 28 Tage später. Mein Job in Ontario bestand darin, Gülle auf den Feldern auszubringen. Diese Zeit, man möchte es nicht glauben, war sehr interessant. Ich fuhr fünf Wochen im Schichtdienst und vertrieb mir den Rest der Zeit mit Betriebshilfe auf Milchviehbetrieben. Mit dem verdienten Geld machte ich noch einige Wanderungen in Kanada und den USA, dann kehrte ich nach Deutschland zurück. Als ich dort in vertrauter Umgebung ankam, merkte ich, dass ich über die Jahre des Wanderns ein anderer geworden war.

Mit all den Erfahrungen und Eindrücken im Gepäck, verließ ich die Heimat erneut und begann auf verschiedenen Höfen im südlichen Baden-Württemberg zu arbeiten. Darunter waren die verschiedensten Betriebe: Milchviehhaltung, mit und ohne muttergebundene Kälberaufzucht, Hühnerhaltung, Schweinemast, aber auch solche, die Naturschutzpflege betrieben. Dazu kamen Betriebe, die sich auf Getreidesaatgutvermehrung und –züchtung spezialisiert hatten, Tafelobst erzeugten, Fleisch vermarkteten, einen Hofladen betrieben oder ein Abokistenservice anboten. Dazu gehörte auch eine Backstube, in der ich Brot, Zopf und Kuchen zu backen lernte.

Zwei Sommer lang arbeitete ich als Betriebsleiter auf einem Betrieb, denn die Bauersleute hatten den Wunsch, auf eine Kuhalp in der Schweiz zu arbeiten. Es waren sehr eindrückliche Jahre, in denen ich in verschiedensten Bereichen der Landwirtschaft mitgearbeitet habe und sehr viele Erfahrungen sammeln konnte.

Nach sechs Gesellenjahren entschied ich mich 2014 dazu, die Wirtschafter- und Meisterausbildung für Ökologischen Landbau an der Fachschule in Emmendingen bei Freiburg zu beginnen. Für die Meisterarbeit wählte ich das Zweinutzungshuhn als Thema. Wie es dazu kam, weiß ich nicht, jedenfalls haben mich die Hühner fasziniert und so geschah es tatsächlich, dass ich mehr Gefallen an diesen fedrigen Gesellen gefunden habe, als am Milchvieh.

Seit ich nun die elterliche Haustüre verlassen habe, sind acht Jahre vergangen. Und naja, ich habe mich schon immer mal wieder gefragt, wo ich denn eigentlich bleiben soll, auch für längere Zeit. Ich entschied mich für die Gründung eines eigenen Betriebes.

Heute habe ich knapp 4 ha Land zur Verfügung und 2 Hühnerställe. Für die Zucht von Zweinutzungshühnern der ursprünglich französischen Rasse «Bresse Gauloise» habe ich Hennen und Hähne großgezogen und einen New Hampshire Hahn gekauft. Mit 57 Hennen und 3 Hähnen habe ich nun mit dem Hof Blumeninsel den ersten Schritt meiner Entscheidung, mich selbständig zu machen, getan.

Ab nächstem Jahr sollen Blumensträuße und Kartoffeln hinzukommen, für Kinder und Schulklassen sollen Möglichkeiten entstehen, auf dem Acker mitzuhelfen. Der Bau von Raupenkästen und die erlebbare Herstellung von Wurmhumus mit Hilfe von Kompostwürmern sollen als weitere Angebote hinzukommen.

Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere neue Wiesen- oder ackerschlag hinzu…

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