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«Léonard und Loulou»

An einem schönen Morgen wachte Léonard auf, als eine kleine Katze auf seiner Bettdecke sass.

«Woher kommst denn Du?», fragte Léonard.

«Meine Katzenmama trug mir auf, zu Dir zu kommen, weil Du mich brauchst», sagte die Katze.

«Wie heisst Du denn?», fragte Léonard.

«Meine Mutter nannte mich immer Loulou. Ich weiss nicht, was dies bedeutet. Aber der Name gefällt mir», erklärte die Katze.

«Dann werde ich Dich auch Loulou nennen», sagte Léonard.

«Was hast Du heute vor?», fragte Loulou.

«Ich muss leider gleich zur Schule. Ich habe aber Angst», sagte Léonard.

«Weshalb hast Du Angst?, fragte Loulou.

«Ich habe Angst, dass ich nicht gut genug in der Schule bin», sagte Léonard. «Meine Kollegen sind so viel besser als ich.»

«Ach, Du Armer. Weisst Du was? Ich komme mit…!», erklärte Loulou.

«Aber wie erkläre ich meinem Lehrer, dass Du auch im Klassenzimmer sitzen möchtest. Und was sage ich überhaupt meiner Mama, dass Du da bist?»

«Mach Dir keine Sorgen. Ich weiss, wie dies alles kein Problem ist», erklärte Loulou.

Dies ist der Anfang meiner Kinderbuchgeschichte «Léonard und Loulou».

Weshalb habe ich diese beiden Figuren gewählt?

Mein Sohn Léonard wünschte sich schon immer eine Katze. Loulou kam vor zwei Jahren als dreimonatiges Kätzchen zu uns, als Geschenk von einer lieben Freundin.

Die ersten Nächte kroch Loulou unter Léonards Bettdecke und kuschelte sich an seinen warmen Körper. Léonard schlief aber kaum. Er war so besorgt, ob es seiner Katze gut ging. Nach vier Nächten kam er weinend zu mir. Er müsse wieder mal richtig durchschlafen, schluchzte er.

So übernahm ich Loulou. Und noch während Monaten suchte sie nachts die Nähe der Menschen und schlüpfte unter meine Bettdecke.

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«Mama, schreib eine Geschichte»

Früher erzählte ich meinen beiden Söhnen, die nun 12 und 14 Jahre alt sind, vor dem Schlafengehen Geschichten. Wir reisten mit Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer um die ganze Welt, wir litten mit Michel von Lönneberga mit, wenn er wieder einmal eingesperrt wurde, weil der Vater seinen Streich nicht verstanden hatte; oder wir fieberten mit Doktor Dolittle und seinen Tieren mit, als sie sich mit einem Schiff nach Afrika aufmachten.

Wir drei haben diese Stunden mit all diesen Geschichten geliebt. Und immer wieder haben meine beiden Söhne gesagt: «Mama, schreib doch du mal eine Geschichte». Und ich habe lange damit gewartet, bis ich begann.

Der eigentliche Auslöser für diese Geschichte war, dass Léonard nicht mehr zur Schule wollte. Er fühlte sich von seinen Lehrern unverstanden und wurde von seinen Mitschülern gehänselt. Diese Situation habe ich mit dem Schreiben zu verarbeiten versucht.

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Was Sie mit Ihrer Unterstützung bewirken

Als ehemalige Kommunikationsverantwortliche von verschiedenen grösseren Schweizer Unternehmen bin ich bis nach Berlin gereist, um das Mitarbeitermagazin der Firma X möglichst kostengünstig zu drucken.

Mein erstes illustriertes Kinderbuch «Léonard und Loulou» für Kinder von 6 bis 99 Jahren möchte ich jedoch in der Schweiz im Eigenverlag publizieren. Dies bin ich auch dem Namen meines Blogs «Swiss Made Story» schuldig. Deshalb brauche ich Ihre Unterstützung.

Die Zeichnungen stammen übrigens von einer Illustratorin und Kunstakademiedozentin aus Bulgarien. Ihr gefiel die Geschichte unheimlich gut, sodass sie sich sofort bereit erklärte, die Bilder mit sehr viel Liebe zum Detail zu zeichnen.

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