Um was geht es?

IM HEUSCHRECK ist der dritte Teil einer Romanfolge – Krimi, Reiseroman, surreale Komödie und philosophisches Kabinett in munterem Durcheinander. Wirklich?

Um festzustellen, ob es so oder ganz anders ist, muss IM HEUSCHRECK erst finanziert werden. Ja, tatsächlich, auch nach den zwei hoch gelobten Vorgängern PFISTER und MESSER SIEBEN braucht es eine Vorfinanzierung.

Worum es sich in IM HEUSCHRECK dreht, muss jeder selber herausfinden. Das ist gar nicht so einfach, nicht einmal für mich. Ich staune selbst hin und wieder, was ich neu entdecke in meinen Texten. Noch Jahre später ergeben bestimmte Passagen einen anderen, oft tieferen Sinn. Aber gerne helfe ich dir weiter bei einem Abendessen oder einer Weidlingsfahrt, die du durch deiner Unterstützung als Gegenleistung erhalten kannst.

Die Abendshow am 28. September

Auch die weiteren Belohnungen für deine Unterstützung gefallen dir hoffentlich. Eine erste Belohnung, ganz ohne Verpflichtungen, möchten ich und mein Verleger dir am 28. September in Zürich präsentieren: eine Abendshow mit Vorträgen von mir selbst, Marius, dem Heuschreckgourmet, und Wilma MaRia, der Domina und Künstlerin.

Das Motto, das ich für die Abendshow gewählt habe, ist Fetischismus. Dies hat nicht nur mit Domina Wilma MaRia zu tun, von dieser Art Fetischismus wird in IM HEUSCHRECK auch erzählt, aber Fetischismus als Begriff für einen aufgeladenen Gegenstand ist offenbar ganz gewöhnlicher Alltag. Eigentlich geht jedes Begreifen nicht ohne Fetischismus, wir wären orientierungslos ohne Überdeutung der Gegenstände um uns herum.

Meine charmanten Bademeisterinnen vom Seebad Enge werden auch wieder dabei sein und 150 Heuschrecken mit Weißwein servieren. Als Überraschungsgast erwarte ich George Clooney, dessen Bekanntschaft ich auf einer Wanderung im Südtessin machen durfte.

Das Buch

IM HEUSCHRECK präsentiert außergewöhnliche Fetische wie die Heuschreckenurne mit Herrn Kummers Asche drin, den Schleichenlurch, diese verstecke Amphibie, den toten Löwen vor Herrn Berchtolds Zelt und sehr seltsame Raumschiffe. IM HEUSCHRECK ist aber nicht nur Fetischroman oder Krimi oder Komödie, IM HEUSCHRECK ist auch ein Reiseroman, mehrere Figuren aus dem Nachbarschaftskabinett machen eine Reise durch die Wüste nach Dakar. Und IM HEUSCHRECK widmet sich den Geheimnissen im Gebäude des senegalesischen Geheimdienstes. Nur schon das Lüften dieser Geheimnisse bedarf der Vorfinanzierung. Darum vielen herzlichen Dank für deine Unterstützung auch von Herrn Sessouma, der gerne deine Fragen beantwortet:

Mr Mohamed Sessouma Ministère des Forces Armées du Sénégal Building Administratif 8e étage BP: 4041, Dakar Téléphone 00221 33 849 76 11

Eine kleine Leseprobe

Dazu ist etwas Geduld gefragt, so vielleicht:

«Wenn Herr Berchtold wartet, wartet er noch nicht wie ein Mauretanier, auch nicht wie andere Afrikaner. Er wartet noch darauf, so zu warten wie die Afrikaner, die aber natürlich ganz unterschiedlich warten, ganz zu schweigen vom Schweigen des Schleichenlurchs. Aber Herr Berchtold weiß, dass er in Sachen afrikanisches Warten auf etwas wartet, das andere einfach noch nicht verloren haben. Früher bei der Versicherung hatten die Leute auch nichts verloren, erzählten aber das Gegenteil, bis Herr Berchtold diese Lüge nachwies und ihnen einen doppelten Verlust bescherte. Hier aber gibt es nichts nachzuweisen, hier sind die Menschen ehrlich, außer dass sie sich mit Glaubensfantasien betrügen, ja, wie überall auf der Welt sich ihre eigene zurechtlegen und sich darin gegenseitig so gut absprechen, dass Herr Berchtold nicht in der Lage ist, ihnen diesen fundamentalen Lebensbetrug nachzuweisen, der immerhin ein entspanntes, gemütliches Warten unterstützt, als hätte man nichts zu verlieren. Das sind die Versicherungen dieser Welt, die Ahnen, die Familie, die Propheten, die Bücher, die Verträge. Herr Berchtold ist ihr Inspektor, Wanderer zwischen Inquisition und Aufklärung und sitzt auf dem Fell des vor vier Wochen erlegten Löwen, neben sich der Schleichenlurch in einem mit Wasser und Salat gefüllten Plastikkanister. Die Mauren sind großzügige Menschen, wie alle Gläubigen, und feiern schon mal Herrn Berchtolds Abschied. Er wird mit Frau Meyer nach Dakar fahren und dort den sogenannten Lebensabend verbringen. Vielleicht aber wäre es besser, die aufkommende Vergesslichkeit anderswo auszuleben. Vielleicht wird die Erinnerung an Herrn Kummer Herrn Berchtold doch noch zu neuen Abenteuern führen. Zumindest sollte er sich ein ähnliches Behältnis für den Verbleib seiner Carbonatoxide suchen.»