VorfreudeVon kalkwerk, am 21.5.2020 20:11

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Liebe Kalkfreunde

Wir sind eifrig an den Vorbereitungen für den Kalkbrand, welcher Dank Euch stattfinden kann. Das Holz ist organisiert. Trockene Fichte/Tanne aus Gemeinden der Region liegt bereits vor Ort,

Ihr könnt Euch freuen, ein Teil der Belohnungen sind bald Versandfertig, die Bücher, die Sgraffito Werkzeuge und der Sumpfkalk werden verpackt. Falls jemand seine Belohnungen im Sommer persönlich abholen möchte und uns somit die Portokosten ersparen will, bitte eine kurze Nachricht an info@kalkwerk.ch.

Merci und wir freuen uns auf diesen Sommer und auf einen Besuch von Euch!

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Wir haben es geschafft!Von kalkwerk, am 29.4.2020 15:44

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Liebe Kalkfreunde We made it! Dank Eurer grossartiger Unterstützung haben wir gestern unsere Zielsumme von 30’000 Franken erreicht. Herzlichen Dank Euch Allen!!! Der Kalkbrand wird diesen Sommer stattfinden und wir freuen uns Euch beim Kalkofen in Sur En da Sent begrüssen zu dürfen.
Wir sind zuversichtlich, dass die Worshops, etc. stattfinden können, da wir uns unter freiem Himmel bewegen und die Aktivitäten über einen ganzen Monat verteilt sind. Um das einzigartige Ereignis vom Kalbrand festzuhalten haben wir vor ein kleines Druckwerk (Heft, Büchlein) zu erstellen. Die weiteren Spenden in diesen letzten 3 Tagen werden wir unter anderem für eine gute Bilder und Text Dokumentation während des Brandes nutzen. Falls Du schon ein Booklet vorbestellen willst, findest Du es unter den Belohnungen. Zur Erinnerung, die we make it Kampagne läuft nur noch bis zum 03.Mai (Frühmorgens!) Danke und bis Bald!

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Herzliche Gratulation zur erfolgreichen Sammlung. Es freut mich persönlich sehr, dass es doch noch gereicht hat. Projekte wie Eures und vor allem Menschen wie Euch sind essentiell, wenn es um eine gelebte Baukultur und ein Fortschreiben unserer Traditionen geht. Ich wünsche allen gutes Gelingen beim Brand im Sommer.

Eine schöne GeschichteVon kalkwerk, am 15.4.2020 12:33

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«COVID-19» - ein Zustand, ein Impuls der global durch die Menschenköpfe drängt. Staatliche Massnahmen versuchen Schlimmeres zu vermeiden. Unsicherheit und Angst bewegen viele Menschen, alle nur nötigen Schutzmassnahmen einzuhalten. Für ganz viele wird die eigene Lebensexistenz bedroht. Das Privatleben nimmt ungeahnte Lebensformen an. Und ganz gross und laut - immer wieder der Appell zur Vernunft, zur Rücksicht, zur Solidarität. Corona, diese Infektionskrankheit, die durch besagtes neuartiges Virus verursacht wird, zwingt das Mensch-Sein, so wie wir es uns zurecht geschaffen haben, in die Knie. Die Hoffnung damals; mit dem Spanischen Fieber, welches sich zwischen 1918 bis gegen Ende des ersten Weltkrieges 1920, in drei Wellen verbreitete. Die Epidemie forderte an die Millionen von Menschenleben. Gar die Pest mit ihren lebenden Krankheitserregern ist durch alle Menschenzeitalter geschlichen und hat ganze Lebensräume vom menschlichem Dasein leer gefegt. Auch da war sie, die Angst, wahrscheinlich viel, sehr viel grösser, wie wir sie gerade heute leben. Doch auch die Hoffnung musste doch immer eine stützende Kraft gewesen sein in diesen unvorstellbar schweren Zeiten. Die Hoffnung, dass alles wieder gut werden wird. Auch wir dürfen darauf hoffen! Die Hoffnung, wie hilft sie ganz vieles für eine gewisse Zeit unangefochten zu akzeptieren. Dann, wenn wir zurückdenken an das gerade erst noch Gewesene, die politischen Auseinandersetzungen, der Klimanotstand und der Greta Thunberg-Effekt! Wie zerronnen all diese Bemühungen, dieses Nachdenken über das Kommende. Und doch ist es gut, wenn wir gerade jetzt viel bewusster in unsere Zukunft blicken; zu der Belastung der Luft, dem Wasser, die Belastung des Lärms, des Lichtes, die Belastung des Produktionswahns. Es passiert in dieser kurzen Zeit gerade auch Wunderbares. Beim Hinschauen, beim Innehalten können wir es erkennen. Statt der riesigen Menschenmassen kommen Delfine nach Venedig, Vögel singen viel lauter durch die plötzliche Stille, die Vielfalt von auffallend mehr Insekten. Und das Meiste was durch den Einhalt passiert, merken wir gar nicht. Wie wenig finden wir Einblick, noch Spürbares, in den ganzheitlichen Lebenszyklus; haben wir das Gewesene doch schon so sehr als einen Teil unserer Normalität angenommen. Mit diesem Schreiben möchte ich eine Geschichte erzählen, eine schöne Geschichte. Die Geschichte erzählt von einem jungen Mann, der ganz unten im Engadin zuhause ist. Er machte sich schon früh Gedanken über das «Wie» und das «Warum». Wie sein Vater, lernte auch er den Beruf des Maurers. Er lernte wie man schnell, neue Gebäude aufrichten konnte. Wie Ladungen von Säcken, Silos, Mengen von Paletten mit weissen, blauen und gelben Platten angefahren wurden und wie so viele neue Häuser ganz schnell aus dem Engandiner Boden wuchsen. Oft passierte es , dass ein Bauplatz gerade neben einem Haus zu stehen kam, dass schon vor vielen Jahrhunderten gebaut wurde. Mit Steinen, die die Leute zusammenbrachten, aus Steinbrüchen, manchmal auch einfach aus den umliegenden Flussläufen. Oft geschah es, dass mit den Unwettern grosse Rüfen zu Tale kamen die man wegräumen musste. Auch diese Steine nahm man sorgsam zusammen. So wurden Stein für Stein zusammengefügt zu dicken Mauern. Joannes wunderte sich darüber, dass es damals noch gar keine Säcke gab aus welchen man den Mörtel anmachen konnte, um die vielen Steine zusammenzuhalten. Doch das Alter der schönen Engadiner Häuser zeigte, dass man schon vor hunderten von Jahren wusste wie man Mörtel machen konnte. Joannes interessierte es und er wollte herausfinden wie und mit was schon die Burgherren ihre hohen Burgen errichteten. So entdeckte Joannes den Kalk und entdeckte, dass es da und dort Kalkfelsen gab, obwohl es doch vor allem viel Schiefer, Quarzschiefer auch Granite, Gneise oder Serpentine hatte. Dort wo die Kalkfelsen stehen, hatte es oft einen Feldofen, das wusste man. Ein Ofen wo man Kalksteine brannte, bis sie schneeweiss wurden. Joannes ist ein Jäger, er liebt das Sein in den Bergen und immer, wenn er wieder die Ruinen eines solchen Ofens entdeckte, wurde es ihm ganz warm. Weil Joannes sich schon früh Gedanken machte über das «Wie» und das «Warum», musste er herausfinden wie das mit dem Brennen funktionierte. Er suchte alte Männer, die vielleicht noch wussten wie so ein Kalkbrand gemacht wurde, doch er fand keinen mehr. So entschloss sich Joannes selber einen Feldofen anzufachen. Weil, Joannes ist ein Jäger und die Unterengadiner Jäger sind sehr mutig. So brannte er seinen ersten Kalkbrand vor 9 Jahren mit eingewinterten portugisischen Bauarbeitern. Damals ging noch nicht alles gut mit dem Brand, doch inzwischen konnte Joannes nochmals zwei Brände machen. Mit dem Machen kamen Menschen hinzu, die auch gemerkt haben, dass das mit dem Kalk etwas ganz besonderes ist. Und mit dem Machen haben alle etwas gelernt. Auch haben viele Menschen vom Kalk erfahren, dass dieser besondere Kreislauf anders ist als die Säcke, die Paletten mit den weissen, blauen und gelben Platten. Joannes ist sich treu geblieben, hat gelernt, wie man die alten Engadinerhäuser früher baute und will diese Tradition weiterführen. Bald möchte Joannes den vierten Kalkbrannd beginnen, doch mit dem Coronavirus ist das Sammeln von finanziellen Mitteln schwer geworden. Mit diesem Schreiben möchten wir soldarisch hinter einer guten Sache stehen und ausrufen: Bitte helft mit, dass mit dem Crowdfunding-Projekt die 30’000 Franken zusammen kommen. Heute beschäftigen wir uns mit einer globalen Infektionskrankheit COVID-19. Ist es nicht auch dringend von Nöten darüber nachzudenken, wie werden unsere Nachkommen mit unserer Altlast umgehen können? Ein grosser Berg davon machen unsere heutigen Baumaterialien aus. Wo wird es gelagert, was passiert mit dem Grundwasser? Gibt es sie dann auch noch, die Hoffnung? Joannes wollte das auch wissen, eben das «Wie» und «Warum». Mit dem Kalk ist es ganz anders; er regeneriert sich, wird im Kreislauf der Natürlichkeit wieder Teil eines Ganzen und lässt uns Hoffen.

Text: Christian Aubry Baukunst Graubünden Ilanz

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Neu Kalkbrenner BierVon kalkwerk, am 3.4.2020 18:41

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Der Kalkbrand 2020 ist ein Hoffnungsfunke der Zukunft und ein Grund zum Feiern. Wir planen und freuen uns auf das Gemeinschaftswerk diesen Sommer, feurig und analog. Wir wollen nach der Krise die Alternativen leben und das Natürliche zelebrieren. Womit wir bauen, uns umgeben und was wir konsumieren ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Neu erhältlich gibt es ein 6er Pack Kalkbrenner Bier, limited edition Kalkbrand 2020, Etikette von kalkwerk gemacht. Das engadiner Bio Berg Bier «tschlin cler» wird in der Region wird aus lokalen Ressourcen, ohne Zusatzstoffe hergestellt, genau wie unser Branntkalk:-) Der Preis ist inkl. Postversand. Wir freuen uns, wenn Du Dein Bier diesen Sommer bei einem Besuch in Su En da Sent direkt bei uns abholst. Viva!

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Es gibt mehr Bücher Chalchera-Kalk in TransformationVon kalkwerk, am 1.4.2020 11:43

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Auf Grund der grossen Nachfrage stellen wir weitere Bücher von Chalchera - Kalk in Transformation zu Verfügung! Das Buch ist ein interdisziplinärer Zugang zum Thema Kalk: Natur, Handwerk und Kunst ausgehend vom historischen Kalkofen in Sur En da Sent im Engadin. Es wurde 2020 von der Fundaziun Nairs, Myriam Gallo und Christof Rösch bei Scheidegger & Spiess herausgegeben.

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Sgraffito Werkzeug - erster Prototyp ist fertig!Von kalkwerk, am 20.3.2020 10:48

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Wir haben uns anhand von alten Werkzeugen und unseren Erfahrungen mit Sgraffito Arbeiten überlegt, wie ein ideales Werkzeug sein müsste. Anhand von einer Zeichnung von uns hat René Soller dieses wunderschöne Objekt von Hand geschmiedet. Eine Spitze ist für das grobe Vorzeichnen in den frischen und mit Kalkmilch getünchten Kalkfeinputz. Die andere Spitze ist für das «Abschaben» der Kalkmilch, sodass der drunterliegende andersfarbige Feinputz zum Vorschein kommt. Dieses meditative Auskratzen von Figuren, Schriften und Ornamenten hat etwas extrem beruhigendes und zufriedenstellendes. Probier es mal aus, wir zeigen Dir sehr gerne in einem Workshop wie es geht! Wir haben 10 Stück als Spendenbelohnung zur Verfügung :-) Sgraffito ist eine alte Technik für die Gestaltung von getünchten und kalkverputzten Fassaden, welche in der Renaissance entwickelt wurde. Das Handwerk dieser Kratztechnik (sgraffiare) ist über die Handelswege von Florenz ins Engadin gelangt und prägt dort die Baukultur bis Heute.

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