Zeitgenössischer Tanz Performance mit live Musik und Videoinstallation. Die Aufführungen sind am 07., 08., 09. Februar 2014 im H95 Raum für Kultur, in Basel.

Thema

«Widerstand: das Wort, welches erfunden wurde, um zu vermeidenden, dass Menschen auf den Knien leben müssen» Jean-Michel Ribes

Für dieses Stück habe ich meine Inspiration aus dem Thema des Widerstandes geschöpft, und auch daraus, wie der Körper auf diesen Zustand reagiert.

Was mich an diesem Thema fasziniert, ist die Fähigkeit, die jedes Wesen hat, extremen Situationen zu trotzen und Stand zu halten, ohne schwach zu werden. Seine Grenzen jenseits des Denkbaren abstossend sieht man sich zu unvorstellbaren körperlichen Taten fähig, die sogar manchmal übermenschlich zu sein scheinen.                                                                         

Die Widerstandsfähigkeit ist die Möglichkeit, die jeder hat, sich nicht zu fügen, eine festgesetzte Idee nicht anzunehmen, sich nicht einer gegebenen Regel unterzuordnen. Alleine oder als Gruppe. Und wenn sich eine Gruppe gegen etwas vereinigt, kann daraus eine mächtige Energie entstehen. Für Manche wird solch ein Kampf zum Lebensinhalt. 

Man könnte sich leicht in einer obsessiven Verbissenheit verirren, ohne zu wissen weshalb, würde man trotzdem weitermachen, aufzuhören wäre keine Option.

Eben diese unterschiedlichen Gesichtspunkte werde ich in diesem Stück durch den zeitgenössischen Tanz, die Musik und das Video erforschen.    

Über das Stück

Bezüglich der Bewegung versuche ich, möglichst Konsequent zu sein. Ich versuche die überflüssigen, dekorativen Bewegungen zu vermeiden. Dies läßt mich nach einer Art Minimalismus und nackter Ästhetik streben.

In der Arbeit mit den Tänzern versuche ich, Bewegungen zu finden, die wirklich ihren körperlichen Widerstand herauslocken und auch ihre persönliche Ausdrucksweise zum Vorschein bringen. Ich suche nach Authentizität.

Die Musik ist durch PJ Harveys Song “Rid of Me” inspiriert. Sandro Corbat spielt sich wiederholende, minimalistische Gitarrenriffe in verschiedenen Nuancen der Intensität. Enrique Fontanilles Videoinstallation ist gleichzeitig auch das Bühnenbild.

In KEEP BITING sind die Tänzer nicht auf einer Bühne und das Publikun sitzt auch nicht gegenüber. Alle teilen sich den Raum. Ich will den Zuschauern die Möglichkeit geben, sich während der Vorstellung frei zu bewegen, damit sie ihren eigenen Blickwinkel aussuchen können. So kann man sich auch den Performern oder der Videoinstallation nähern.

Das Team

Ich bin die Initiatorin des Projektes: ich habe das Konzept geschrieben, ich übernehme die Inszenierung und die Choreographie, und ich beschäftige mich mit der Organisation. Aber ich bin nicht allein. Ich habe das Glück, von einem ausgezeichneten Team umgeben zu sein, welches dieses Projekt überhaupt erst möglich macht. Künstler einer Qualität und eines Engagements wie man es selten antrifft: der Musiker Sandro Corbat, der Videokünstler Enrique Fontanilles und die Tänzer/Performer: Jonas Althaus, Deborah Hofstetter, Margarita Kennedy, Werner Nigg und Clea Onori.

Dafür brauche ich deine Unterstützung!

Ich versuche die Kosten dieses Projekts auf dem absoluten Minimum zu halten. Trotzdem gibt es unumgängliche Auslagen wie die Miete für den Proberaum, Material für Beleuchtung und Video, Kostüme, Flyers Poster und Werbung im Allgemeinen und allem voran die Entlöhnung der mitwirkenden Künstler, welche einen Mindestlohn für ihre Arbeit verdienen.

Mit deiner Unterstützung werden wir das Projekt auf optimale Weise realisieren und ein gutes Stück kreieren, welches dann hoffentlich auch an anderen Orten gezeigt werden kann.

Die kleinen Bäche machen den großen Fluss. Jeder Beitrag ist eine wertvolle Hilfe! Bitte unterstütze KEEP BITING!

Fotos: Urs Röthlisberger