Wer bin ich?

Ich bin eine Kenianerin, die seit 14 Jahren in der Schweiz lebt. Dieses Jahr wurde ich eingeladen, im kenianischen Pavillon an der Biennale di Venezia 2015 auszustellen. Bei meinem Kunstwerk für die Biennale handelt es sich um eine Gruppe von 6 Holzskulpturen. Neben der Bildhauerei bin ich auch als Dokumentarfilmerin tätig. Mein Kurzfilm «Not Swiss Made» war sehr erfolgreich und gewann u.a. im März 2014 an der Arte Laguna in Venedig den Preis in der Kategorie «Art and Performance». Zur Zeit studiere ich im Master-Studiengang «Intercultural Communication» an der Università della Svizzera italiana in Lugano.

 Um was geht es bei meinen Skulpturen?

An der Biennale di Venezia 2015 stelle ich eine Gruppe von 6 an einer Voodoo-Zeremonie beteiligten Personen aus. Die Skulpturen sind hauptsächlich aus dem Holz des Affenbrot- und Baobarb-Baumes gefertigt. Diese Hölzer werden auch in der traditionellen afrikanischen Medizin verwendet. Ich wählte das Thema «Voodoo», um den Einfluss der kulturellen Wurzeln auf die Ausbildung der eigenen Identität bewusst zu machen. Bei mir führte das Zusammentreffen meiner afrikanischen Wurzeln mit meiner schweizerischen Lebensrealität und die damit verbundene Assimilation zur Ausbildung einer neuen globalen kulturellen Identität.

Warum brauche ich deine finanzielle Unterstützung?

Obwohl es schwierig war, konnte ich bisher den Hauptteil meines Kunstprojektes, das auch seltene Materialien aus Kenia verwendet, alleine finanzieren – ohne Hilfe der kenianischen oder Schweizer Regierung oder anderer Organisationen. Leider haben meine finanziellen Mittel jetzt ihre Grenzen erreicht. Ich benötige deine finanzielle Unterstützung, damit ich die Arbeiten an der Figurengruppe beenden kann. Auch muss ich sie noch so behandeln, dass sie die 6 monatige Ausstellungszeit im kenianischen Pavillon an der diesjährigen Biennale gut überstehen. Dazu kommt noch der kostspielige Transport nach Venedig und zurück.

Warum ist mir dieses Projekt so wichtig?

Als eine kenianische Künstlerin, die im Ausland lebt, fühle ich mich sehr geehrt, dass ich eingeladen wurde, Kenia an der diesjährigen Biennale di Venezia – die Olympiade der Kunst – mitzuvertreten. Trotz der ganzen finanziellen Schwierigkeiten bin ich fest entschlossen, meine Kunst an der Biennale auszustellen, um dadurch die Türe für kenianische Künstler und Künstlerinnen offenzuhalten. Eine Türe kann man nur offenhalten, wenn man/frau vor ihr steht.

Warum ist das Kunstprojekt auch so wichtig für Kenia?