Krankenwagen für Kantchari

by Menschen helfen heute

Kantchari

387 km bis zum nächsten Spital und kein Krankenwagen. Jedes Jahr sterben zu viele kranke Kinder oder verunfallte Menschen. Das ist Realität für die Familien in Kantchari, Burkina Faso!

CHF 20’334

109% of CHF 18’500

"109 %"
This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

114 backers

Successfully concluded on 3/12/2019

Keine medizinische Versorgung in Kantchari - Burkina Faso

Kantchari ist eine Gemeinde in Burkina Faso. Sie besteht aus 29 Dörfern und dem Zentrum Kantchari. Sie ist mit rund 3’500 km² doppelt so gross wie der Kanton Zürich, hat jedoch nur 86’000 Einwohner, die weit verstreut leben. Im gesamten Land ist die medizinische Versorgung nicht flächendeckend gewährleistet und oft ist das nächste Krankenhaus mehr als 400km entfernt. Bei einem Notfall fragen die Bewohner bei Familie, Freunden oder Nachbarn nach einer Transportmöglichkeit oder nehmen den öffentlichen Bus, für den es keine festen Fahrzeiten gibt.

Zwar ist ein staatlicher Krankenwagen für mehrere Gemeinden vorhanden, trifft jedoch meist mit Tagen Verspätung oder gar nicht ein, weil er kaputt ist und das Geld für die Reparatur fehlt. Wegen dieser Infrastrukturmängel verlieren die Menschen regelmässig ihre Liebsten. Ein Rettungswagen, um den sich die Bewohner der Gemeinden selber kümmern, würde diese Situation entschärfen.

Wir unterstützen mit der Sachspende eines Krankenwagens

Die Anfrage an unseren Verein kam Anfang 2019. Solo, erzählte uns sein Schicksal und bat um Unterstützung: Er ist in Kantchari aufgewachsen. Mit 6 Jahren hat er seinen Vater verloren, mit 9 Jahren seine Mutter. Diese starb auf dem Transportweg zum Krankenhaus, sie hatte zu viel Blut verloren. Es gab keinen Krankenwagen, der sie hätte unverzüglich ins Spital bringen können. Seine Verwandten zogen ihn gross. Nach seinem Schulabschuss konnte er mit einem Stipendium in Deutschland studieren.

Beim letzten Besuch in der Heimat hat er mit Familie, Freunden, und dem Ältestenrat seines Heimatdorfes am Lagerfeuer über die Leidensgeschichten der Familien gesprochen, die auch heute noch ihre Angehörigen verlieren, wie er damals seine Mutter verloren hat.

Die Burkinaben fragten ihn, ob und wie er ihnen helfen könne, um für die Region eine Verbesserung der Krankentransporte zu erreichen. So entstand die Idee, einen Krankenwagen zu organisieren, der von den Dorfbewohnern gemeinschaftlich betrieben werden wird: Einsatzplanung, Versorgung, Instandhaltung, Reparatur, Verwaltung. Alles in Selbstorganisation der Gemeinde und der Bewohner. Dafür brauchen sie Fahrer, Mechaniker… und einen Krankenwagen.

Hilfst du mit?

Mit Eurer Unterstützung möchten wir einen gut erhaltenen Occasion-Krankenwagen kaufen und diesen nach Burkina Faso transportieren. Das Fahrzeug muss stabil sein, um auch auf unbefestigten Strassen zu den Häusern zu kommen und muss von der Gemeinde selbst repariert werden können. Der Wagen wird an die Gemeinde Kantchari gespendet. Das Krankenhaus, die Gemeinde und die Bevölkerung übernehmen die Verwaltung und Wartung des Fahrzeuges. Die Fahrkosten zum Krankenhaus werden von den Angehörigen der Patienten, bezahlt. Bei den Personen ohne Einkommen übernimmt das Krankenhaus diese Kosten. Eine von Solo extra gegründete Hilfsorganisation mit den Ältesten der Gemeinde in Kantchari - «Fiemba» bedeutet «Aufstehen» - wird in Burkina Faso die Koordination übernehmen.

Sollten wir einen Finanzierungsüberschuss haben, finanzieren wir damit die Kosten für diejenigen Kinder, deren Eltern sich einen Krankentransport nicht leisten können.

Wer wird Dir / Euch dankbar sein für Deine / Eure Spende:

  • Die Kinder, Frauen und Männer in Kantchari, denn Krankentransporte helfen Leben zu retten
  • Die Familie Solos in Kantchari
  • Der Ältestenrat und der Bürgermeister in Kantchari
  • Das Krankenhaus und die Ärzte in Ouagadougou
  • Alle Menschen die in Kantchari am Projekt mitwirken dürfen und dadurch eine gemeinschaftliche, sinnvolle, lernstiftende Aufgabe übernehmen
  • Das Team der Mitglieder vom Mhh, Menschenhelfen heute e. V. die alle ehrenamtlich, zusätzlich zu ihrer beruflichen Arbeit dieses Projekt voranbringen, mit Freude und Tatkraft
  • Die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Sonja Maria Herzog-Lang, die allen Spenderinnen und Spendern herzlich für den Beitrag, sei der klein oder GROSS, hiermit dankt!