Fake News: Donald Trump wäre Stolz auf Gössi&Co

Schweizer Politik 2.0: Immer häufiger argumentieren Parteien und ihre Exponent*innen mit falschen Zahlen und abstrusen Berechnungen, um die Stimmen der Bevölkerung für sich und ihre Anliegen zu gewinnen. Was bereits bei Kampagnen zur Energie- oder Migrationspolitik der Fall war, ist diesen Sommer nun auch bei der öffentlichen Diskussion über die Altersvorsorge zu sehen:

Lüge 1

Die Altersvorsorge 2020 sei eine Reform mit der Giesskanne: Menschen, die diese Kompensation erhalten, haben sie unter Umständen gar nicht nötig.

Prozentrechnen ist wohl nicht die Stärke von Petra Gössi, sonst würde sie auch die Funktionsweise der AHV besser verstehen. Der Vater der modernen AHV, Bundesrat Hans-Peter Tschudi, brachte es einmal auf einen einfachen Nenner: «Ja, der Reiche braucht die AHV nicht – aber die AHV braucht den Reichen.» Die Gutverdienenden ermöglichen mit ihrem Beitrag die Renten von anderen Menschen und beziehen vergleichsweise wenig. Für viele sind diese 70 Franken eine echte Entlastung und mehr als nur ein Zückerchen. So sind in der Schweiz 300’000 Menschen von Altersarmut betroffen.

Lüge 2

Petra Gössi beteuert ständig, dass die FDP kein Rentenalter 67 will, obwohl dies vor den Wahlen 81% der aktuell gewählten FDP-Parlamentarier*innen offen zugaben.

Lüge 3

Eine weitere dreiste Lüge der Reformgegnerinnen ist die Behauptung, dass gerade die untersten Einkommen von der Reform nicht profitieren, sogar weniger im Portemonnaie haben werden. Die 70 Franken Rentenerhöhung würden ihnen im Gegenzug wieder bei den Ergänzungsleistungen gekürzt, welche dann sogar noch versteuert werden müssten. 99.80% der künftigen Rentnerinnen werden gleiche oder sogar höhere Leistungen erhalten. Zudem besteuern viele Kantone solch tiefe Einkommen sowieso nicht. Vielleicht könnte hier ein Einführungskurs in Statistik helfen.

Lüge 4

Der Vizepräsident der JFDP behauptete auf Twitter, dass die AHV-Revision nur Verlierer kennt. Das stimmt definitiv nicht, die mittelfristige Sicherung der Renten kommt der ganzen Gesellschaft zugute. Laut einer UBS-Studie profitieren die Jungen am meisten von der Reform.

(Nicht gerade eine) Lüge 5 (aber trotzdem nicht sehr logisch)

Petra Gössi eröffnete den Abstimmungskampf mit einer Breitseite gegen die im Ausland lebenden Rentenbezügerinnen. Dabei hatten noch im April die FDP-Ständeratsmitglieder für eine Anhebung der Mindestrente um 450.- gestimmt, was laut dem Bundesrat zu 70% den Rentnerinnen im Ausland zugutegekommen wäre. Das schreit nach einer Einführung in die Grundlagen der Logik!

Deshalb machen wir uns als Junge Grüne grosse Sorgen um die Mathematikkenntnisse der Menschen, welche in den obersten politischen Gremien über unsere Zukunft bestimmen! Deshalb laden wir ein zu einer Nachhilfestunde in Mathematik, Grundlagen der Statistik und der Ökonomie.

Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie den Parteispitzen von FDP & SVP eine Mathematikstunde und der gesamten Bevölkerung den Genuss einer engagierten Online-Kampagne mit Fakten statt Fake News!

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Zudem werden wir in der Schlussphase des Abstimmungskampfes die Lügen der Reformgegner*innen mit einer engagierten Online-Kampagne entkräften.

Quellen der Fakenews:

derbund.ch/petra-goessi-und-die-ahvschmarotzer-im-ausland

twitter.com/MattpaMueller/status/897537387785531393

ubs.com/magazines/white-papers/2017/reform-of-retirement

bernerzeitung.ch/wuchtiges-nein-der-fdp-gegen-die-rentenreform