Das Rosengarten-Memorial: Black Lives Matter - Aufruf zur Unterstützung, insbesondere an weisse Menschen

Am 31. Mai dieses Jahres versammelten sich rund 400 Menschen im Berner Rosengarten, um Schwarzen Menschen zu gedenken, die durch institutionalisierten Rassismus ermordet wurden. Schwarze Menschen, People of Color, indigene Menschen und alliierte Menschen, die gegen Rassismus kämpfen, sind wütend und trauern weltweit um jene, die durch rassistische Polizeigewalt ums Leben gekommen sind. Wir trauern nicht nur um George Floyd, Tony McDade oder Breonna Taylor, die in den letzten Monaten in den USA von Polizist*innen getötet wurden. Wir trauern auch um jene Menschen, die in der Schweiz durch rassistische Polizeigewalt getötet wurden, wie Mike Ben Peter, Hervé Mandundu, Lamin Fatty und viele andere. Rassistische Polizeigewalt ist auch in der Schweiz eine tödliche Realität! Und wir fordern, diesen institutionellen Rassismus der Polizei zu stoppen.

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Proaktiv gegen rassistische Polizeigewalt

In Gedenken an George Floyd wurden am Memorial im Rosengarten in Bern Reden gehalten, Texte vorgelesen und Musik gespielt. Die Stimmung war friedlich. Zum Schutz der Menschen vor Corona wurden Masken ausgeteilt und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Zudem wurde vor Ort der Kontakt mit der Polizei gesucht, weil wir uns bewusst waren, dass in dieser Zeit Versammlungen über 30 Personen verboten waren. Uns war und ist es aber wichtig, dass Menschen gerade in Zeiten von Corona, in der Rassismus, Diskriminierungen und soziale Ungleichheit weltweit noch verstärken, trauern und sich gegen rassistische Polizeigewalt und strukturellen Rassismus öffentlich aussprechen können.

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Das Rosengarten-Memorial zum Gedenken an George Floyd hat finanzielle Konsequenzen

Im Nachgang des Rosengarten-Memorials wurde die Person, die als Ansprechperson für die Polizei bestimmt wurde, mit einer Geldstrafe von CHF 750.- sowie einer Busse von 250.- und Gebühren von 500.- belegt. Da die Geldstrafe bedingt ausgesprochen wurde, belaufen sich die Kosten total auf 750.- (Busse und Gebühren). Uns ist es ein Anliegen, dass wir nun gemeinsam dafür Verantwortung übernehmen. Wir rufen alle Menschen, die sich gegen Rassismus einsetzen möchten dazu auf, sich finanziell zu beteiligen. Insbesondere möchten wir weisse Menschen dazu auffordern, sich solidarisch zu zeigen.

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