Eine Ode an die Corona-Jugend

Heutzutage besteht kein Mangel an Coming-Of-Age- Filmen. Die meisten sind sehr US-amerikanisch, sie handeln von Jugendlichen, die dann aber von 25-jährigen gespielt werden, es geht vowiegend um Sex, Drogen und Alkohol. Alles wichtige Themen des Heranwachsens. Dabei wird aber oft das andere, bildlich weniger Attraktive, vergessen: Erwachsenwerden ist eine Zeit des Suchens. Der Suche nach dem Selbst, nach der eigenen Bestimmung, damit einhergehend vielleicht auch nach einer politischen Einstellung. Der Suche nach Freundschaften, nach Beziehungen, die die neu errungenen Einstellungen reflektieren. Im Pandemiejahr 2020 wurde diese Zeit des Suchens und des Reifens für die davon betroffenenen Jugendlichen zu einer noch grösseren Herausforderung als in vergangenen Jahren. Statt die weite Welt zu erkunden, mussten sie zuhause bleiben. Die ersten Partys, Dates, das erste Schwänzen, wurden ersetzt durch Lockdown und Zoomcalls. Ein entscheidendes Jahr der Charakterbildung verbrachten die jungen Leute in den eigenen vier Wänden, eingeschlossen mit ihren Familien und alleine im grossen, weiten World- Wide-Web. «Sandschlösser» handelt von zwei jungen Frauen, die seit ihrer Kindheit beste Freundinnen sind. Während der Pandemie machen auch sie sich auf die Suche nach ihrer Lebensbestimmung, finden diese aber in entgegengesetzten Richtungen. Sie sehen sich plötzlich vor die Wahl gestellt: Freundschaft oder politische Einstellung? Ich bin überzeugt, mit dieser Frage Menschen aller Altersklassen ansprechen zu können. Laut einer SRG-Umfrage des Instituts Sotomo im Juli 2021 waren mehr als sechzig Prozent der Schweizer Bevölkerung wegen Corona in entsprechende Konflikte involviert. Ein Viertel der Befragten hat wegen diesbezüglich unterschiedlicher Ansichten den Kontakt mit Bekannten ganz abgebrochen. Als ich über diese Umfrage las, war ich bereits mitten in der Ideenentwicklung für «Sandschlösser». Die Umfrage gab mir weitere Bestätigung, dass dieses Thema viele Leute betreffen wird. Es ist mir mit meinem Film wichtig, beiden Hauptfiguren und ihren entgegengesetzten Ansichten gerecht zu werden. Inspiriert von verschiedenen Menschen, die ich kenne, sollen sie zu greifbaren, glaubwürdigen Figuren werden, liebevoll gezeichnet mit ihren Widersprüchlichkeiten und Macken.

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Potential

Da der Film gleich mehrere universelle Themen in einem brisant aktuellen Kontext aufgreift und die Geschichte auf frische, junge Art erzählt, stehen uns eigentlich alle Festivals offen. Das Sundance Film Festival, Indie Shorts Awards Cannes, aber auch Schweizer Festivals wie die Solothurner Filmtage, Visions du Réel, Zürich Filmfestival und viele mehr, stehen bereits auf unserer Liste. Idealerweise würden wir den Film auf einer Streaming Plattform anbieten. So können wir diesen Film, der das Potential hat, die Zuschauer zu interessanten Diskussionen anzuregen, einem breiteren Publikum anbieten.

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Dafür brauchen wir eure Unterstützung

Der Film wird von einem jungen, motivierten Team umgesetzt und von der Produktionsfirma Shining Film unterstützt. Wir konnten bereits Beiträge von verschiedenen Sponsoren einholen. Trotzdem sind wir auf weitere Hilfe angewiesen, um uns das nötige technische Equipment und die Ausstattung leisten zu können. So können wir unsere Vision dieses Films umsetzen und der Corona-Jugend eine Stimme geben. Dazu kommen auch Spesen wie Catering, Transport- und Locationkosten, ohne die kein Filmprojekt entstehen kann.

In der Vorproduktion, der Vorbereitung auf den Dreh, haben wir bereits mehrere Monate Eigenleistung in das Projekt gesteckt, doch beim Dreh selber sind wir auf finanzielle Mittel angewiesen.

Wir danken euch, dass ihr euch die Zeit nehmt, dies durchzulesen, und hoffen auf eure Unterstützung!

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