Die Geschichte

«Joséphine und Désiré flüchten - getrennt - wegen des Völkermords in Ruanda / sie treffen sich auf der Flucht / gründen eine Familie / werden bei einem Überfall wieder voneinander getrennt: Joséphine flüchtet mit dem Baby, Désiré mit den beiden älteren Buben / Joséphine und das Baby gelangen in die Schweiz, Désiré verliert seine Buben / Désiré wird als Sklave gehalten / das Rote Kreuz findet die älteren Buben / sie werden in die Schweiz geholt / Joséphine kämpft um das Vertrauen der Kinder / Jahre später wird auch Désiré aufgespürt / die Familie wird vereint / sie steht bereits auf eigenen Füssen.»

Versetzt euch in die Familie: Beide Eltern arbeiten – Désiré 100%, Joséphine 80% – und machen zudem eine Ausbildung. Sie haben drei Kinder und einen Haushalt. Neben all diesen Belastungen möchten sie ihre Fluchtgeschichte erzählen und als Buch herausgeben, denn erstens ist die Geschichte unglaublich und berührend, weshalb Joséphine und Désiré immer und immer wieder mit Fragen gelöchert werden: 

  • «Wie war eure Flucht?» 
  • «Wo habt ihr euch getroffen?»  
  • «Warum habt ihr einander verloren?» 
  • «Was geschah mit den Kindern?» 
  • «Wie habt ihr euch wieder gefunden?» 
  • «Wie war es, als ihr euch nach der langen Trennung zum ersten Mal wieder saht?»

Zweitens soll das Buch ein geglücktes Beispiel der Integration einer Flüchtlingsfamilie aufzeigen.

Was wir vorhaben

In vielen Sitzungen werden Joséphine und Désiré mir, Johanna Krapf, ihre Geschichte erzählen. Das Aufarbeiten der traumatischen Erlebnisse wird sie viel Energie kosten.

Ich werde die Geschichte aufnehmen und sie mir immer wieder anhören, bevor ich sie aufschreiben und zu einem Buch formen kann.

Warum wir eure Unterstützung brauchen

Désiré, der erst 2013 in die Schweiz eingereist ist, arbeitet bereits 100%. Daneben absolviert er eine Ausbildung als Katechet der reformierten Landeskirche. Wenn ihm neben diesen Verpflichtungen und der Familie noch Zeit bleiben soll für das Erzählen seiner Lebensgeschichte, muss er sein Arbeitspensum zwingend reduzieren können auf 90%. Das von euch Unterstützer/-innen gespendete Geld wird als Lohnersatz dienen. Dank eurer Spende wird Désiré einmal pro Woche schon über Mittag nach Hause kommen und am Nachmittag in Ruhe seine Geschichte erzählen können.

Joséphine arbeitet ebenfalls und absolviert daneben eine Ausbildung als Fachangestellte Gesundheit. Deshalb kann sie leider ihr Arbeitspensum nicht reduzieren. Sie ist immerhin schon gut integriert in der Schweiz und spricht Deutsch.