Machen in der Stadt Luzern
Seit 115 Jahren wird an der Industriestrasse 15 «gemacht». Wo früher Bitter Lemon und Tonic-Water hergestellt wurden, später Lichtgestaltung und Events ihren Platz fanden, entsteht heute ein Werkstätten-Kollektiv und bezahlbarer Raum für Kunsthandwerk. Damit schafft die «Machi Indu 15» Raum für gegenseitige Inspiration, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Stärkung und Vernetzung von Kunsthandwerk. Sie versteht sich zudem als Experimentierraum für nachhaltige Entwürfe und lokale Geschäftsmodelle. Der Verein adressiert einen konkreten Mangel: Bezahlbarer Arbeitsraum für maschinenintensives Kunsthandwerk ist in der Stadt Luzern an zentraler und sichtbarer Lage kaum verfügbar. Das Projekt schafft diese Infrastruktur dauerhaft und gemeinschaftlich getragen, eingebettet in eine genossenschaftliche Siedlung mit langfristiger Perspektive.
Die geplante Gemeinschaftsfläche der «Machi» ermöglicht öffentliche Nutzungen wie Pop-Up-Events, Märkte, Ausstellungen, Referate und Stammtische. So werden die Räumlichkeiten auch nach aussen geöffnet, miteinander geteilt und geben Einblick in handwerkliche Prozesse, ganz authentisch in Werkstatt-Atmosphäre.
Das sind Wir
Die «Machi Indu 15» ist als Verein organisiert und setzt sich zusammen aus 4 Werkstätten mit 8 Macher:innen, die nicht nur in ihrer eigenen Praxis tätig sind, sondern Kunsthandwerk aktiv vermitteln: als Kursleiter:innen, Hochschulmitarbeitende und in eigenen Vermittlungs- und Forschungsprojekten. Die Machi Indu 15 ist damit kein reines Atelierhaus, sondern ein Ort, an dem Handwerkskultur praktiziert, weitergegeben und öffentlich zugänglich gemacht wird. Somit entsteht an der Industriestrasse 15 ein neuer, nachhaltiger Kulturraum für Luzern.
Keramikwerkstatt mit:
Annick Bosson ist Künstlerin und Vermittlerin und bewegt sich mit ihrem Schaffen in den Bereichen Keramik, Druckgrafik, Skulpturen, Zeichnungen sowie Performances und Theaterprojekte. Sie ist Mitbegründerin und Co-Organisatorin vom «Fragil – Keramikmarkt» im Neubad Luzern, der seit 2020 jährlich stattfindet.
Cornelia Gassler ist seit 2019 als Materialdesignerin selbstständig und experimentiert, forscht und gestaltet vor allem mit Keramik. Sie entwickelt und entwirft Platten für Öfen, Bäder und Küchen und forscht an der HSLU in der Forschungsgruppe Produkt + Textil gemeinsam mit Ziegelherstellern an einem begrünten Fassadensystem. Seit 2025 steht ihre Selbstständigkeit unter dem Stern eines practice-based PhD-Projekts zur Wiederverwendung von mineralischen Abfällen.
Seraina Müller ist Keramikkünstlerin und betreibt seit 2021 das «seramics studio» in Luzern, in dem sie handgefertigte Objekte an der Drehscheibe und von Hand formt. Ihre Werke entstehen als Unikate und in kleinen Serien, geprägt von einem feinen Gespür für Materialität, Form und Alltagsästhetik. Seit 2024 gibt sie ihr Können in eigenen Workshops weiter.
Goldschmiede mit:
Katrin Kunz ist ausgebildete Goldschmiedin und führt seit 16 Jahren ihr Label «Die Eisenhand» mit eigener Werkstatt in Luzern. Als Liebhaberin von Antiquariaten und Flohmärkten begeistert sie die Geschichte und Bedeutung, die sich über Generationen in getragenen Schmuckstücken sammelt. Sie fertigt alle ihre Arbeiten von A bis Z von Hand, Serien sowie Einzelstücke. Katrin ist ausserdem Mitorganisatorin des Handwerksmarktes «Das Herz in der Hand».
Textilwerkstatt mit:
Eileen Good ist Industriedesignerin und verbindet in ihrer Arbeit präzises Handwerk mit experimenteller Materialrecherche. Sie interessiert sich für gesellschaftliche Fragestellungen sowie Vermittlung und Austausch und forscht zusammen mit Laura am Projekt «Knitternet», einer digitale Plattform zur Erhaltung der Schweizer Passap-Strickmaschinenkultur. Seit 2025 ist sie Teil des Textilateliers «Textilosaurus».
Laura Schwyter ist ausgebildete Bekleidungsgestalterin und Textildesignerin. 2021 gründete sie das Atelier und Kurslokal «Textilosaurus», wo textiles Handwerk praktiziert, erforscht, vermittelt und gefördert wird. Sie gibt ihr Wissen in Kursen weiter, fertigt Einzelstücke auf Mass und arbeitet kollaborativ mit anderen Designer*innen. Zusammen mit Eileen forscht sie am Projekt «Knitternet»
Schuhmacherei mit:
Jule Schumacher ist Schuhmacher:in mit Meister:innenprüfung und eigenem Label. Ihr beruflicher Werdegang führte sie durch Massschuhmachereien, Theater und Berufsschulen. Lokalität und Nachhaltigkeit sind ihr wichtige Grundwerte: Sie arbeitet mit lokalem Leder vom Biohof Tempikon in Baldegg und entwickelte ein lokales Uhrenarmband für eine Uhrenfabrik aus Biel. Wenn Jule nicht gerade in der Werkstatt ist, steuert sie Kursschiffe über den Vierwaldstättersee.
Veronica Fischer absolvierte das Higher National Diploma in Footwear Design in London. Nach Erfahrungen in Designstudios und Massschuhmachereien widmet sie sich seit 2021 wieder vertieft dem Schuhhandwerk und experimentiert als Schuhmodelleurin mit traditionellen und zeitgenössischen Schuhkreationen.
Dafür brauchen wir Deine Unterstützung
Die 115 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen und das Gebäude braucht dringend eine Innenraumsanierung. Damit in der «Machi» wieder gemacht werden kann, müssen wir einige bauliche Massnahmen vornehmen. Konkret bedeutet das:
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Fensterwand für mehr Licht in den Räumen: 1 Machi-Orden finanziert uns 1 m² Fenster (wir brauchen mind. 35m²)
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Wände für eine neue Raumaufteilung: Mit einem Küchentuch finanzierst du uns 1m² Wand (von ca. 210 m²)
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Türlöcher kosten im Fall auch! Mit einem Schlüsselanhänger finanzierst du uns eines.
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Beleuchtung, die präzises und sicheres Arbeiten ermöglicht: Da ist die Ehren-Macher:in zusammen mit den Möglich-Macher:innen gefragt.
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Strom für alle unsere Maschinen: Als Steckdosen-Pat:in finanzierst du uns uns eine neue Steckdosensetzung.
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Warmwasser und Wasseranschluss: Fünf Strickschals ermöglichen uns die Verlegung einer Wasserleitung.
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Diverse Reparaturen: Die sanitären Anlagen, Warenlift, Boden und Fenster freuen sich ebenfalls über jede Spende – die kamen nämlich in den letzten Jahrzehnten ziemlich zu kurz.
Deine Unterstützung ermöglicht uns eine Teilfinanzierung der Sanierung und somit unterstützt du uns dabei:
- Bezahlbaren Atelier- und Werkstattraum in Luzern zu ermöglichen
- Kunsthandwerk und nachhaltige, lokale Produktion zu fördern
- Eine Gemeinschaftsinfrastruktur für interdisziplinäre Zusammenarbeit zu schaffen
- Handwerkskultur sichtbar zu machen und öffentlich zu vermitteln
DANKE 60000 <3<3<3























