Die längste Reise meines Lebens mit Elektrorollstuhl, E-Bike und unseren Hunden auf einer 1'093 km Tour von der Schweiz nach Spanien

Wie komme ich auf diese verrückte Idee?

Die Idee kam mir auf einer meiner täglichen Runde mit meinem Hund Ivo, ein kleiner Königspudel, den ich selber zum Assistenzhund ausgebildet habe. In mir erwachte die unbändige Lust, einfach loszufahren bis meine Batterien leer sein würden. Das Ziel war mir sonnenklar; Cambrils!

Seit dreissig Jahren verbringe ich meine Ferien in Cambrils, Spanien. Bis heute fahre ich als Copilotin im Auto die ca. 1’100 Kilometer lange Strecke mit. In all den Jahren ist die Gegend in der Region Tarragona, die zu Katalonien gehört, meine zweite Heimat geworden und es sind tiefe und wertvolle Freundschaften mit Einheimischen entstanden. Es versteht sich von selbst, dass ich in Cambrils schon lange keine Ferien mehr mache, sondern nach Hause fahre. Dann flackert jedes Mal der Wunsch in mir auf, meinen «Heimweg» in den Süden einmal selber – im Elektrorollstuhl - zu fahren.

Für ein Unterfangen wie dieses brauche ich Hilfe. Mit Esthy, ihrem Boxerrüden Samu, Cornelia und Ivo habe ich das richtige Team am Start.

Wie soll die Reise nun von Statten gehen? Am Montag 4. Mai 2020 starten wir vor meinem Haus in Recherswil. Ich in meinem Elektrorollstuhl, der durchschnittlich 25 bis 30 Kilometer pro Tag schafft. Esthy sitzt auf ihrem Cargo-Bike mit Elektroantrieb. Für unsere Hunde Ivo und Samu hat das Fahrrad vorne eine grosse Box. Schliesslich wollen wir sie nicht quälen. Auch sie sollen eine Mitfahrgelegenheit haben, wenn sie unterwegs nicht mehr können oder es die äusseren Umstände nicht zulassen. Cornelia, Mädchen für alles, sitzt hinter dem Steuer unseres Servicewagens, in dem unser ganzes Equipment Platz findet. Apropoz Servicewagen: Am liebsten wäre uns, dass wir auf Strom und Auto unterwegs verzichten und unsere Reise dementsprechend umweltfreundlich bestreiten könnten. Dass dies aufgrund meiner Behinderung nicht möglich ist, bedauere ich am Meisten.

Die Reise führt uns von Recherswil über Genf, Grenoble, Valance, Montpeiller, Girona, Barcelona nach Cambrils. Das sind nur die groben Eckdaten. Das bedeutet 75 Übernachtungen, die wir voraussichtlich auf rollstuhlgängigen Campingplätzen buchen werden. Esthy und ich werden vorwiegend Vormittags vier bis fünf Stunden mit Velo, Rolli und Hunde unterwegs sein. Cornelia ist verantwortlich für das Organisatorische und ist technisch und handwerklich so geschickt, dass sie bei einer Panne meinen Elektrorollstuhl oder Esthys E-Bike reparieren kann. Die notwendigsten Ersatzteile führen wir im Servicewagen mit.

Unser Ziel ist es, am 18. Juli 2020 vielleicht erschöpft aber überglücklich in Cambrils anzukommen. Und dann gönnen wir uns auf der Finca LAUMAR zwei Wochen Ferien mit meiner «spanischen Familie». Auf der ganzen Reise werden wir filmen und ein Reisedokument führen. Wer weiss, wie unser Projekt auch nach dem Trip noch weiter geht… Wenn Ihr mich und mein Team näher kennenlernen wollt, besucht bitte unsere Website vayamos.ch. para todos los amigos españoles: ¡puedes leer todo en español en la sección «italiano»!

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Eine verrückte Reise mit einer Behinderung

Als Fussgänger packt man seinen Rucksack und geht einfach drauflos. Das kann ich nicht. Ich bin Daniela Moser und bin am 15.Januar 1969 mit Sauerstoffmangel geboren. Seither lebe ich mit einer schweren körperlichen Behinderung, genannt Cerebrale Parese, kurz CP. In meinem Alltag bin ich auf Hilfe in allen Bereichen angewiesen. Am besten funktioniert mein Mund, mit dem ich Vieles mache, was andere mit ihren Händen tun. Dank meinem Elektrorollstuhl kann ich mich frei bewegen. Meine «Unabhängigkeit» und Selbstbestimmung ist mir sehr wichtig. Deshalb auch die Umsetzung meines Lebenstraums…Ich kann nicht einfach loslaufen, sonder muss eine solche Reise bis ins Detail planen. Auch finanziell ist es eine grosse Herausforderung. Als IV- und EL- Bezügerin kann nicht selbst das nötige Vermögen ansparen. Mir ist bewusst, dass mein Traum egoistisch ist. Trotzdem glaube ich, dass ich mit meinem Mut und meiner Lebensfreude für Menschen mit und ohne Behinderung eine Inspiration und ein Vorbild sein kann. Mit meiner Überzeugung «lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben», packe ich diese Herausforderung an. Mit eurer Unterstützung wird mein Traum wahr!

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Dafür brauche ich Unterstützung

  • 75 Übernachtungen auf Campingplätzen
  • Zelt inkl. Campingmaterial
  • Umbau von Serviceauto (Auto konnte bereits dank dem Sponsor Gloor Rehabilitation Co. AG, Eptingen gekauft werden)
  • Cargo E- Bike
  • Stromversorgung für unterwegs (Generator)
  • Outdoorbekleidung
  • elektronische Geräte
  • Websitegestaltung
  • div. Material für Unterwegs
  • Verpflegung für Mensch und Hund