Das Haus aus 1851 sollte dem Erdboden gleich gemacht werden. Spontan haben wir uns entschieden, das geht so nicht und das Haus in allen Teilen demontiert mit Innenausbau. Wiederaufbau ab August 2019!

CHF 11’035

110% of CHF 10’000

"110 %"
This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

31 backers

Successfully concluded on 12/7/2019

Rettung Häxähüsli

Wohnt da wirklich eine Hexe drin, fragen die Kinder beim vorbei gehen!

Das Hüüsli aus 1851 stand in der Frauenfelder Vorstadt - umgeben von einem riesigen Nutzgarten. Es wird nachverdichtet und die Gärten verschwinden - damit auch das Häxähüsli?!

Für eine Nachverdichtung auf dem Grundstück wurde mit einem Amt kein Kompromiss gefunden, welcher den Erhalt ermöglicht hätte!

Vielen war das unscheinbare Hüsli vertraut und bekannt und ein letztes Kleinod mitten in der lebendigen Stadt - Schade dass es weg muss - es verschwindet einfach wie so vieles aus unserem vertrauten Umfeld.

So geht das nicht - nach Rücksprache mit den Besitzern konnten wir das Haus übernehmen und der Entscheid es zu demontieren war gefasst. Aus der «Spinneridee» wurde Realität und so ist das ganze Haus im Dezember 2017 in allen Einzelteilen demontiert und eingelagert. Ein neuer Standort wurde gefunden - nur die Bewilligung es dort wieder aufbauen zu können brauchte seine Zeit… Nun sind alle Hürden genommen und wir bauen das Häxänhüsli wieder auf; Juhuii! So wird wieder ein Gewölbekeller mit den alten Steinen gemauert, die Riegelkonstrukion und das Mansardendach darauf aufgerichtet. Mit den alten Ziegeln eingedeckt, die Fenster und Fensterläden aus 1851 wieder gerichtet und montiert, die Wandtäfelungen und Türen wieder eingebaut und die alten Bretterböden verlegt. Ein Kachelofen wird im Haus aufgebaut und der Holzherd wieder nutzbar gemacht…

Ein Wohnhaus wie vor 150 Jahren - wir sind darin Gast und nicht Besitzer…So sollen wir uns auch benehmen, das gilt hier gleich wie für die Umwelt - oder?

Ein Tiny House aus 1851?

Das Hüsli wird am neunen Standort in alter Grösse wieder aufgebaut. es ist mit 3.8/6.4m ein wirklich kleines Haus - heute modern Tiny-House genannt. Leben auf drei Geschossen in einem Haus mit 168 jähriger Geschichte! Im Gewölbekeller mit dem alten Tonplattenboden die Küche mit Holzherd und Essbereich. Das Erdgeschoss die alte Stube mit den getäfelten Wänden und dem knarrenden Holzboden, beheizt mit einem Kachelofen. Das Mansardengeschoss mit Vorraum und der schlichten Schlafkammer für welche schon das alte bemalte Hexenbett bereit steht….

Das ist auch Recycling - Baumaterialien nicht einfach zu zerstören, sondern wieder zu benutzen und einzusetzen. Mit dieser Wertschätzung dem alten Handwerk wieder eine Zukunft zu geben.!

Das Hüsli wird hinter der Trotte / Speicher Huben (aus 1507) in Frauenfeld wieder aufgestellt. Dort steht es nahe zum renaturierten Stadtbach und angrenzend an die Freihaltezone am Stadtrand. Ein Ort, wo es einen würdigen Platz hat, ohne nicht gleich wieder «bedrängt» zu werden. Das Umfeld mit den alten Obstbäumen und die Weitsicht über die Felder in den Alpstein macht den Standort ganz speziell! Der Garten soll wieder mit einem Kräutergarten gestaltet werden - aber bauen wir doch zuerst mal das Hüsli wieder auf!!!

Wie finanziert sich der Wiederaufbau?

Die Präsenz beim Rückbau in der Presse war sehr gross und viele gute Rückmeldungen und Erinnerungen an das Hüsli sind gekommen.

Der Rückbau erfolgte mit befreundeten Handwerkern, der Pfadi und spontanen Helfern - Riesig war der Goodwill. Einigen Spenden sind spontan eingegangen ohne überhaupt einen Aufruf gemacht zu haben - die Kosten für den Rückbau, den Transport und die Bewilligung für den Wiederaufbau sind damit gedeckt.

Nun geht es an den Wiederaufbau zu welchem sich zahlreiche Handwerker bereit erklärt haben, dies zum Selbskostenpreis zu machen. Es geht hier aber auch darum altes Handwerk zu zeigen, zu erklären, zu erlernen und zu schätzen: Wer hat schon ein Gewölbekeller gemauert oder mit Sumpfkalkmörtel eine Fassade verputzt. Wie glast man ein Fenster aus 1851 ein, richtet es oder flickt man des gestämmte Wandtäfer. Wer hat schon mit Handziegeln ein Mansardendach eingedeckt oder einen Kachelofen gesetzt? Das beteiligte Team ist schon ziemlich gross, aber wer will / kann dennoch mithelfen? Wir arbeiten Baubiologisch (ich sage dem Traditionell) mit Ton, Kalk, Massivholz, Schafwolle und Leinöl-und Kalkfarben. Die alten Bauteile werden wieder alle verwendet und mit alten Elementen aus einem Bauteillager ergänzt.

Klar benötigen wir für den Aufbau auch Kapital, so zu bauen ist aufwändig! Die Baukosten sind knapp Fr. 100’000.-. Ein Teil kann privat finanziert werden, aber wir brauchen noch weitere finanzielle Unterstützung, damit dass Häxähüsli wieder in alter Frische am neunen Ort landen kann! Unterstützt uns dabei - wir wollen mit diesem Projekt mal mit dem Zaunpfahl winken um zu veranschaulichen, dass nicht immer alles ab gebrochen oder entsorgt werden muss und aber auch dass nicht einfach alles was alt ist weggeworfen werden muss! Wir hoffen, klar mehr Kapital zu generieren zu können - mit dem Betrag ist der Wiederaufbau jedoch klar sichergestellt. Wir erhoffen dass sich beim Aufbau, welcher klar auch von der Presse begleitet wird, andere Möglichkeiten ergeben, oder bei der Waltburgisnacht endlich der Zauberspruch gefunden wird Stein in Gold zu verwandeln!