Einblicke in die Hexenwelt damals & heute

«Hexerei ist ein Menschheitsthema, liefert sie doch eine Erklärung für das Unglück in der Welt und eröffnet die Hoffnung auf eine aktive Beeinflussung des Schicksals jenseits der Gesetze der Natur. Indem wir uns damit beschäftigen, erfahren wir viel über kollektive und individuelle Sorgen und Hoffnungen, Deutungsmuster und Verhaltensformen.»

  • Wolfgang Behringer

Während unseres achtjährigen Bestehens als Privatmuseum, ohne die Unterstützung öffentlicher Gelder, alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich, konnten wir jährlich 2800 – 4500 Besucher aus der Schweiz und der ganzen Welt begeistern, informieren, überraschen und ihnen bei unterschiedlichen Forschungen und Erkenntnissen weiterhelfen. Die Ausstellung Hexen stellt die Hexenprozesse der Schweiz und in Europa vor, beleuchtet die Auswirkungen in die heutige Zeit. Dazu gehört auch die Präsentation des Ergebnisses unserer intensiven Forschung zu den noch vorhandenen Prozessakten in den Archiven der Schweiz sowie die Darstellung aller Aspekte die zur Bezeichnung Hexe gehört haben und noch gehören. Die Ausstellung öffnet ein Fenster in die Geschichte des Schweizer Volks- und Aberglaubens, erzählt Sagen und belebt das Brauchtum unserer Vorfahren, erklärt die Nutzung der Amulett- und Hexenpflanzen und macht sich via die unkonventionelle Heilmethoden der frühen Zeit, auf die Suche nach dem universellen Heilmittel. Dabei darf auch die Welt der Divination und Mantik nicht fehlen, wie Tarot, Astrologie, Spiegelschau, Runen, Ogham und Teeblätter bzw. Kaffeesatzlesen. Magie und Zaubersprüche gehören mit zu den ältesten Aufzeichnungen aus allen Gebieten der Welt. Mit Harry Potter wurden uns diese auch in der heutigen Zeit wieder bewusst gemacht. Wo aber liegt der Ursprung von Abracadabra und anderem Hokuspokus. Gesundheit und Glück sind zentrale Themen im Leben des Menschen. In Zeiten schlechter medizinischer Versorgung, die noch dazu von einem Weltbild geprägt waren, das als gottgegeben annahm, was immer auch geschieht, hatte der Mensch bedrohlichen Lebenssituationen wenig Rationales entgegenzusetzen. Neben Gebeten, religiösen Bräuchen und Ritualen nutzte man eine Vielzahl von Pflanzen, Mineralien, Fossilien, Tieren und tierischen Produkten für Heilzwecke ebenso wie zur Beeinflussung des persönlichen Schicksals, als Schutz vor den unzähligen Gefahren für Leib und Seele, zur Abwehr von Hexen und Dämonen und zur Abwendung von Naturkatastrophen. Das Hexenmuseum Schweiz bietet einen neutralen aber fachmännischen Rahmen, sich mit diesen spannenden Themen auseinander zu setzen und sich zu informieren.

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Das Besondere an meinem Projekt

Das Hexenmuseum Schweiz ist das einzige seiner Art im deutschsprachigen Europa. Unsere Sammlung umfasst über 1’000 Exponate zum Thema. Hexen begegnen uns auch in der heutigen Zeit im Alltag durch unsere Sprache, Ausdrücke wie: «das ist doch keine Hexerei» oder «ich kann nicht hexen», «wie verhext» kennen und benutzen wir alle. Auch die «Hexenjagd» und die eher unfreundliche Bezeichnung einer gewissen Gattung von Frauen mit «Wetterhexen» sind nach wie vor geläufig. Wen einmal der «Hexenschuss» plagt und sich fragt wie es ist wenn es «mit dem Teufel zugeht» und woher der Namen des «Schwarzen Peters» stammt, muss sich in die Zeit der Hexenprozesse begeben. Viel Brauchtum wird heute noch gepflegt ohne jedoch die Bedeutung beziehungsweise den Ursprung zu kennen. Oder wissen Sie warum wir mit Gläser anstossen, am Neujahr rote Unterwäsche tragen, niemals einen Schirm im Haus öffnen sollten, die schwarze Katze und Freitag der 13. angeblich Unglück bringen und wir uns toi, toi, toi wünschen? Ein Blick in die Geschichte eröffnet uns viele Zusammenhänge, fördert das Verständnis für die Entstehung verschiedener Bezeichnungen und unserer weltlichen Vorstellung. Die Begegnung mit unserer Vergangenheit ermöglicht eine kritische Würdigung der Errungenschaften.

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Dafür brauchen wir eure Unterstützung

  • Ein großes Anliegen der neuen Ausstellung, ist die wissenschaftliche Überarbeitung und Übersetzung in die englische Sprache. So wird sie auch für die fremdsprachlichen nationalen und internationalen Besucher zugänglich.
  • Wir schreiben einen umfassenden Museumsführer zum kompletten Inhalt der Dauerausstellung, diesen möchten wir auch in die englische Sprache übersetzen und drucken.
  • Aufgrund des historischen Gebäudes müssen alle Texte neu konzipiert und gedruckt werden.
  • Wir gestalten einen beschilderten Amulett- und Hexenpflanzen Garten für unsere Besucher.
  • Wir möchten gerne spannende Referate und Literaturabende mit externen Fachleuten organisieren.
  • Aufzeigen der Geschichte und der Bewohner des Schlosses Liebegg
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