A Song in the Wood: Abseits der bekannten Pfade

«A Song in the Wood» nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise durch die verschiedensten Aspekte der Liebe, des Verlustes und der Einsamkeit.

Um diese Reise musikalisch darzustellen sind wir in die unbekannte Welt der britischen Komponisten im frühen 20. Jahrhundert eingetaucht:

Benjamin Britten, damals noch auf der Suche nach seinem einzigartien Stil und doch bereits voller Ideen bester Qualität, stellen wir die einfühlsame und farbenfrohe Musik von Roger Quilter und Michael Head entgegen.

Es ist uns dabei ein Anliegen, nicht nur Musik aufzunehmen, welche uns persönlich sehr gefällt und am Herzen liegt - sondern auch diese zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten wieder auf die aktuellen Musikprogramme zu bringen.

Drei Liedzyklen, jeweils einer pro Komponist, bilden die Basis des Albums. Einzelne Lieder, welche den thematischen Verlauf bestens ergänzen, vervollständigen das Programm und zeigen zugleich die Vielfältigkeit der drei Komponisten.

Mit «To Julia» (1905-6), hat sich Roger Quilter (1877 – 1953) ganz der romantischen Tradition des Liedzyklus verschrieben. Themen wie Unschuld, Reinheit und Zeitlosigkeit der Liebe sind allezeit präsent. Das Lied «Love’s Philosophy», eines seiner bekanntesten Werke, entstand im selben Jahr und beschreibt quasi die Quintessenz der Liebe.

Der Erste Weltkrieg zermürbt Europa und verändert für immer die menschliche Mentalität. Im Jahre 1919, schreibt Michael Head den Zyklus «Over the Rim of the Moon», basierend auf Texten des irischen Dichters Francis Ledwidge. Letzterer erfuhr in den Schlachtfeldern Europas vom Tod seiner grossen Liebe in der fernen Heimat. Seinen grenzenlosen Schmerz hielt er in seinen Texten fest, welche durch Head vertont wurden. «Dear delight» und»Why have you stolen my Delight?» wurden einiges später geschrieben und nehmen das Thema der Abwesenheit und des Verlustes eines Geliebten noch einmal auf.

Benjamin Britten schrieb «On this Island» quasi am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Das Thema der Liebe bleibt omnipräsent; ist aber dem Zeitgeist entsprechend viel weniger deutlich erkennbar. Im England der Zwischenkriegsjahre ist die Homosexualität nach wie vor eine kriminelle Straftat - womit sowohl Britten wie der Textdichter Wystan Hugh Auden sehr zu kämpfen hatten. Viele Zweideutigkeiten und Halbwahrheiten prägen diesen progressiven Zyklus, welcher musikalisch gerne auch einmal mit dem Jazz flirtet. «The ash grove» und «The Sally Gardens», zwei der bekanntesten aus einer ganze Reihe von Arrangements britischer Folkslieder runden das Programm thematisch und musikalisch ab.

All diese Werke, geschrieben in einer Zeit in welcher die Welt zunehmends im Chaos versank zeigen uns, dass selbst wenn sich Kunst und Mentalität weiterentwickeln, das Ideal der Liebe bleibt - und sei es als ein kleines Lied im Wald.

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Der Legende nach reiste die Göttin Dalùna die sieben Königreiche und bringte den Völkern mit ihrer Musik Freude und Einheit. Wo auch immer sie spielte heilte sie Seelen und erhob die Gemüter aller der, welche in Zeiten grosser Schwierigkeiten gelitten hatten.

Wenn wir mit unserer Musik auch Dir eine Freude machen können, und es schaffen, dass die Sorgen des Alltags für einen Moment verschwinden - dann haben wir unsere Mission erfüllt. Die Musik von «A Song in the Wood» ist Balsam für Herz und Seele.