Ein Buch, Zwei Szenen

Ein Buchprojekt verbindet die Kunst mit der Architektur

Home- und Studio-Stories der anderen Art: In einer neuen Publikation kommen junge Schweizer Künstler zu Wort. Sie erzählen hier über ihre persönliche Wahrnehmung von Häusern, Ateliers und Städten.

Im Rahmen unseres Buchprojektes sammeln wir aktuelle Positionen im Diskurs zwischen Architektur und Kunst. Junge Schweizer Künstler präsentierten ausgewählte Werke und stellten sich einer offenen Diskussion über ihren Umgang mit Räumen und Gebäuden. Ein Projekt über die Wahrnehmung der Architektur und wie sie sein sollte. 

Hier eine Auswahl der vorgestellten Künstler:

Mit den fensterlosen Burgen und surrealen Landschaften symbolisiert Beni Bischofs Arbeit «Bricked Castles» den Publikationstitel «Architektur im Würgegriff der Kunst». Die Perfektion der Verfremdung Beni Bischofs bildet einen roten Faden durch sein Schaffen. Menschen, Autos, Häuser – alles gerät unter sein Photoshop-Skalpell.

Die Auseinandersetzung unserer gewohnten Umgebung beginnt bei Esther Kempf meist in alltäglichen Lebensräumen, sie arrangiert mit einer ironischen Leichtigkeit alltägliche Gegenstände neu. Dadurch dass sie mit den Räumen arbeitet, erschliessen sich viele Werke erst bei der Begehung im Raum.

Florian Graf spielt oft Rollen, etwa die eines Trenchcoat-Soldaten im Zweiten Weltkrieg, eines Kirchenraumbesetzers oder die eines Händlers in einer fiktiven Immobilienfirma. Hierzu erschafft er neue erfundene Architekturwelten, die behaglich vertraut und zugleich unheimlich anders auf den Betrachter wirken.

Paul Polaris zeigt Interventionen und Aktionen die sich oftmals mit realen Orten beschäftigen, an denen sie Anzeichen für Geschichten und Erzählungen findet.

Kerim Seilers zusammen gezimmerten, oft polygonalen Gebilde erwecken Assoziationen zu Bühnenbildern und architektonischen Modellen. Der Künstler scheut sich nicht, direkt auf architektonische Ikonen zuzugreifen.

Mit seiner Band Rusconi fusioniert Stefan Rusconi populäre Ideen aus dem Rock und Pop. In «The kitchen and I» erstellt der Künstler akustische Portraits von Küchen.

Beiträge auch aus anderen Kultursparten

Ergänzt werden die Künstlerinterviews mit Beiträgen aus unterschiedlichen Warten: Laura De Weck (Theaterautorin), Christoph Gantenbein (Architekt), Heike Munder (Direktorin Migros Museum), Philip Ursprung (Professor für Kunstgeschichte und Architekturtheorie).

Für unser Buchprojekt haben wir bereits die Hälfte (von 8000 Franken) finanziert, die andere Hälfte würden wir gerne durch eure Unterstützung auftreiben.

Als Verlag dient uns gta (ETH Zürich). Herausgeber ist das Leitungsteam der Wäscherei (Kunstverein Zürich): Nicola Ruffo und Nele Dechmann. Für die grafische Gestaltung ist Katja Naima Schalcher verantwortlich.