Musik, Literatur, Kunst - Das «Familienalbum» ist ein multimediales Projekt

Was gehen uns unsere Eltern und unsere Familiengeschichte an? Was machen wir aus den Spuren, die sie in uns hinterlassen haben? Und wie erzählen wir ihre Geschichte?

Ich habe mich nach dem Migrations-Projekt «Heldelieder» (2014) wieder mal an eine multimediale künstlerische Arbeit gemacht, bei der Songwriting einfach eines Werkzeuge ist. In einem persönlichen Essay denke ich über die eigene Familiengeschichte nach und spiegle meine Überlegungen auch in Gesprächen mit anderen Menschen und ihren Geschichten.

Dazu hat Andreas Gefe - bekannt als Illustrator (SonntagsZeitung, Beobachter, Magazin) und von früheren Trummer-Platten - eine Serie neuer Bilder gemalt: Manchmal nostalgische, dann wieder lückenhaft und vage bleibende Szenerien rund um das Familienleben und seine Orte.

In den Liedern versetze ich mich in die Perspektive meiner früh verstorbenen Eltern und erzähle eine Liebesgeschichte nach, die auch eine Ernüchterungsgeschichte ist. Die rein akustische Besetzung mit zwei Schlagzeugern und Kontrabass lässt viel Raum für diese Folksongs, die akustische Gitarre und die Stimmen: Neben mir sind Valeska Steiner (BOY), Nadja Stoller, Sarah Widmer und ein gemsichter Chor zu hören.

Die Songs habe ich unterlegt mit selbstgeschriebenen Chor- und Bläserarrangements, als Referenzen an die Musik meiner Eltern. So mischen sich Einflüsse aus der klassischen Welt in die von einer Jazzbesetzung gespielten Folksongs - auch stilistisch zieht das «Familienalbum» einen weiten Kreis. In den Bands spielen Samuel Baur, Andi Hug, Bänz Oester, Norbert Pfammatter und André Pousaz. Am Alphorn gastiert Lisa Stoll.

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Persönlich, aber nicht privat

Ich wusste schon nach «Heldelieder», dass ich dieses Projekt verwirklichen wollte, aber ich habe lange gebraucht um zu klären, wie ich das machen will. Unterdessen habe ich zwei weitere Alben veröffentlicht. Das «Familienalbum» ist also ein grosses Herzensprojekt. Und ich glaube, die Fragen, über die ich darin nachdenke sind zwar persönlich, aber als Fragen stellen sie sich uns allen: Alle haben Eltern und eine Geschichte mit ihnen. Das habe ich bei der Arbeit immer im Bewusstsein behalten: Ich erzähle - wie eigentlich jeder Song und jede Geschichte - einfach mein Beispiel einer Geschichte, die alle erzählen könnten.

In einem Song heisst es:

I sueche di ire Gschicht für mi / U mache es Byspiil us dir

Jetzt geht's an den Schlusspurt: Die Buchherstellung

Ein solches Projekt ist natürlich teuer. Ich habe aber lange gespart dafür und natürlich auch die Kulturfördergesuche geschrieben. Eine Grafik mit Einnahmen und Ausgaben siehst du oben in der Bildstrecke.

Nun fehlt noch das Geld für den Schlussspurt: Die Buchherstellung. Dafür bitte ich dich um Unterstützung, beziehungsweise, dafür biete ich dir an, bereits jetzt etwas zu bestellen, was du zusätzlich zum Buch dann auch bekommst. Die Möglichkeiten siehst du bei den Belohnungen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du die Fertigstellung des «Familienalbums» mit ermöglichst, und noch mehr wenn wir uns auf der Tour dazu dann einmal begegnen können.