Was ist der Crowd Container?

Mit dem Crowd Container kannst du deine Lieblingsprodukte aus nahen und fernen Ländern direkt bei den ProduzentInnen bestellen.

Wir wollen PionierInnen eines neuen Handelsmodells sein, das den KonsumentInnen maximale Transparenz garantiert und gleichzeitig auf die Bedürfnisse einer kleinräumigen und diversifizierten Landwirtschaft zugeschnitten ist.

Mittels Crowd-Ordering sammeln wir eure Bestellungen. Mit deiner Vorauszahlung schaffst du die nötige Sicherheit in der gesamten Lieferkette. Weil wir so kein Handelsrisiko tragen, können wir völlig transparent arbeiten. 

Wir berichten dir über die genaue Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel. Ausserdem legen wir offen, wer wie viel an deinem Päckli verdient. Damit legen wir den Grundstein für einen langfristigen, fairen und direkten Austausch zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen.

Nach einem erfolgreichen ersten Container aus Südindien folgt nun eine zweite Lieferung aus Sizilien!

Welche Produkte sind im Päckli?

Diese Produkte aus Sizilien erwarten dich:

  • PENNE, SPAGHETTI & LINGUINE aus Timilia-Weizen
  • OLIVENÖL aus Ceresuola-, Biancolilla- & Nocellara-Oliven
  • PASSATA DI POMODORO aus Siccagno-Tomaten
  • LINSEN, Piccolo Verde
  • KICHERERBSEN, Sultano
  • MANDELN, Tuono, nature & geröstet
  • THYMIAN, OREGANO, SALBEI & ROSMARIN, getrocknet
  • PEPERONI & CHERRYTOMATEN, getrocknet & leicht gesalzen

Schenke ein Päckli als Weihnachts-Gutschein oder teile es mit deiner/m NachbarIn!

Der Serviervorschlag von Sabine nach einem Rezept ihrer italienischen Schwiegermutter Bruna:

Woher kommen die Produkte?

Die Produkte im Päckli stammen von den zwei Kooperativen «Valdibella» und «L’Arcolaio» in Sizilien. Sie sind Teil des Netzwerks «Solidale Italiano», das für biologischen Anbau, Transparenz und soziale Verantwortung in der Landwirtschaft einsteht. Das Netzwerk wurde von «Altromercato» aufgebaut, einer Pionierorganisation des fairen Handels in Italien.

Valdibella – Pasta, Olivenöl, Passata, Linsen & Kichererbsen

«Valdibella» ist eine Kooperative von kleinen und mittelgrossen Bio-ProduzentInnen. Seit ihrer Gründung Ende der 90er Jahre setzt sie sich für reguläre und fair bezahlte Arbeitsplätze ein, um beispielsweise Jugendlichen und MigrantInnen eine Zukunft in der Landwirtschaft zu ermöglichen. In einer Gegend, die lange Zeit stark von der Mafia geprägt war, ist dies von grosser Bedeutung.

Um ihr Engagement zu unterstreichen, wurde «Valdibella» als eine der ersten Produzentenkooperativen Mitglied von «Addio Pizzo» (zu deutsch: «Tschüss Schutzgeld!») und bekundete damit öffentlich, dass sie keinerlei Schutzgelder an die Mafia zahlen.

In der hügeligen Landschaft um Camporeale bauen die ProduzentInnen den uralten Timilia-Weizen, Linsen, Kichererbsen, Oliven, Gemüse und Weintrauben an. In den Olivenhainen und Rebbergen wird die Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit gefördert, indem darin auch andere Kulturen wie z.B. Zitrusfrüchte, Feigenbäume und Mandeln angepflanzt werden. Das Getreide wird abwechselnd mit verschiedenen Leguminosen (Kichererbsen, Linsen, etc.) angebaut. Ausserdem begünstigen das heiss-trockene Klima und die resistenten, alten Sorten den biologischen Anbau.

Und dann noch eine Geschichte zur Tomaten-Passata, die uns einen Einblick in die komplexe Realität von Produzentenkooperativen gibt: Dieses Jahr wollte «Valdibella» zum ersten Mal eine eigene «Passata di Pomodoro» herstellen. Die Mitglieder der Kooperative bauten Tomaten an und zusammen mit wichtigen Kunden wurde im Voraus ein fairer Preis abgemacht. Es war ein bedeutender Schritt, da Tomaten in Süditalien vielerorts unter miserablen Arbeitsbedingungen geerntet und zu sehr tiefen Preisen an die Verarbeiter verkauft werden. Als die Kooperative jedoch die Tomaten aufkaufen wollte, waren die Preise für frische Bio-Tomaten auf dem lokalen Markt aussergewöhnlich hoch. Natürlich wollte keiner der Bauern seine Tomaten für die Passata hergeben. Um die Kunden trotzdem bedienen zu können, half eine befreundete Bio-Kooperative aus: So erhalten wir dieses Jahr eine Passata von «Valdibella» mit den wunderbaren «Siccagno-Tomaten» von der Kooperative «La Rinascita»!

L’Arcolaio – Mandeln, Kräuter, Peperoni & Cherrytomaten

Die Kooperative «L’Arcolaio» entstand im Gefängnis von Siracusa: Die zwei langjährigen Aktivisten Giovanni Romani und Giuseppe Pisano hatten sich zum Ziel gesetzt, die Haftbedingungen zu verbessern, indem sie reguläre Arbeitsplätze für die Gefangenen schafften. Aus dieser Initiative ist eine kleine Mandelmanufaktur entstanden, wo geröstet, verpackt und auch «Biscotti» hergestellt werden.

Zurzeit arbeiten sieben Häftlinge in dieser Mandelverarbeitung. Sie erhalten ein reguläres Salär und können damit ihre Familien unterstützen oder für die Zeit nach dem Gefängnis sparen. Für fast alle Häftlinge ist es sehr schwierig, nach der Entlassung in ein normales Leben zurückzufinden. Deshalb bietet «L’Arcolaio» seit zwei Jahren auch Arbeitsplätze ausserhalb des Gefängnisses an: In den «Monti degli Iblei» werden Kräuter und Gemüse angebaut und in einer kleinen Fabrik getrocknet.

Neben ehemaligen Häftlingen arbeiten dort auch MigrantInnen, die so die Möglichkeit erhalten, einen geregelten Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Giuseppe Pisano sagt dazu: «Wir möchten zeigen, dass das Land hier einen Wert hat und wir darauf fair bezahlte Arbeitsplätze schaffen können. Damit bieten wir Menschen mit schwierigen Voraussetzungen eine Chance auf legale Beschäftigung. Gleichzeitig entziehen wir der organisierten Kriminalität den Nährboden.»

Die für uns verarbeiteten Mandeln bauen zwei junge Frauen in Ispica an. Auch sie suchen eine Zukunft in der Landwirtschaft. Tania und Corradina Alfieri ernteten dieses Jahr zum ersten Mal wieder selbst die «Tuono-Mandeln» von den alten Bäumen des Familienhofs, da «L’Arcolaio» ihnen angeboten hatte, die gesamte Mandelernte zu einem fairen Preis abzukaufen.

Export & Logistik

Exportiert wird das Päckli von der Organisation «Altromercato», die über «Solidale Italiano» schon lange mit beiden Kooperativen zusammenarbeitet. Gemeinsam prüfen wir zurzeit verschiedene Transportmöglichkeiten, um die Päckli von Sizilien nach Zürich zu bringen. Leider ist es sehr schwierig, Alternativen zum Lastwagentransport zu finden...

«Altromercato» ist auch sonst ein wichtiger Partner für die beiden Kooperativen: Er vernetzt die verschiedenen Projekte, unterstützt und berät sie bei der Produktentwicklung, hilft bei der Qualitätssicherung und besucht seine Partner regelmässig.

Wer bekommt wie viel?

Transparenz ist uns ein grosses Anliegen, auch bei der Verteilung der Wertschöpfung. Das Geld, mit dem du uns unterstützt, wird gemäss unserer Berechnung wie folgt verteilt:

Was du sonst noch wissen solltest

Organisiert sind wir in einem gemeinnützigen Verein. Nach erfolgreichem Abschluss der Crowdfunding-Kampagne importieren wir die Päckli so schnell wie möglich. Wir rechnen damit, dass die Lieferung im Februar in der Schweiz eintrifft. Über Facebook und unseren Newsletter kannst du den Weg der Produkte live miterleben!

Als UnterstützerIn solltest du ausserdem noch Folgendes beachten:

  • Deine Belohnung, das Paket, muss nach erfolgreichem Import in Zürich abgeholt werden (Ausnahme Home Delivery per Lastenvelo innerhalb der Stadt Zürich). 
  • Falls Du das Paket nicht innerhalb von 14 Tagen abholst oder abholen lässt, behalten wir uns vor, es für einen wohltätigen Zweck zu spenden.
  • Die Produkte kommen so direkt wie nur möglich von den ProduzentInnen zu dir. Die Qualität kann von derjenigen im Supermarkt abweichen.
  • Crowd Container ist nach wie vor ein Pilotprojekt. Wir tun unser Bestes, damit alles klappt und hoffen auf dein Verständnis, falls trotzdem etwas schief gehen sollte.