«Caramagna» die hölzerne Druckerpresse

Seit 16 Jahren setzen und drucken wir, Stephan Burkhardt und Hans-Ulrich Frey in der Offizin Parnassia Vättis, unsere Bücher im traditionellen Gutenbergschen Handwerk auf verschiedenen metallenen Druckerpressen des 19. Jahrhunderts.

Nun möchten wir noch einen Schritt zurück: eine exakte Kopie der historischen (leider unvollständigen) HÖLZERNEN DRUCKERPRESSE von zirka 1700 im Rätischen Museum in Chur ist unser Traum. Unsere neue Presse wird jedoch kein Museumsstück sein. Auf ihr wollen wir Auflagen in der Offizin drucken, wie das sonst kaum noch jemand tut. Abenteuer und Druckerkunst pur quasi.

So wird es aussehen

Die hölzerne Druckerpresse wird in einem exakt vermassten Nachbau in originalen Hölzern und der genau hergestellten Metallteilen entstehen. Vergleichende Forschung zu den fehlenden Teilen und den zugehörigen historischen Druckerutensilien kommt dazu. So wird das Drucken, wie es 400 Jahre lang der Normalfall war in Europa, wieder möglich: doch nicht nur klassischer Buchdruck, sondern auch kreatives Experimentieren auf dieser archaischen Maschine. Zusätzlich können herrschende (Vor-)Urteile des historischen Druckes hinterfragt und offene Fragen des 500jährigen Auflagendruckes (zB Tagesleistung) gelöst werden.

Namhafte DruckhistorikerInnen aus ganz Europa unterstützen uns bei unseren Nachforschungen und Verwirklichung des Projektes.

Hier findet es statt

Die Nachforschung findet von Vättis SG aus im Kanton Graubünden (Chur und Strada) und im (Süd-)Tirol statt. Hergestellt wird die Presse von lokalen Schreinern und Metallarbeitern in der Ostschweiz, hergerichtet für den Druck in Vättis und aufgestellt für die Produktion in Prasco. Die Einweihung soll im Herbst 2017 stattfinden.

Dazu brauchen wir deine Hilfe

Die hohen Grundkosten (zirka 2/3 der Gesamtkosten) für den Bau einer «einfachen» hölzernen Druckerpresse bestreitet die Offizin Parnassia aus eigenen Mitteln.

Das Projekt der Pressen-Rekonstruktion umfasst jedoch viel mehr:

• Abklärungen zu vielen Detailfragen vor Ort

• Materialprüfungen und Versuche bei Handwerkern, die diese Kunst noch beherrschen

• Zusammenarbeit mit der Dendrochronologin

• Vergleiche mit andern hölzernen Pressen im Alpenraum und italienischen Alpenvorraum (vor Ort zB in Brixen)

• die etwas rätselhafte Frage der geschnitzten Verzierungen

• verschiedene Versuche der historischen Druckpraxis mit den jeweiligen Druckerutensilien

• all die nötigen Zusatzgeräte für historischen Druck wie Druckerballen aus Leder, Firnis-Druckertinte, Farbstein usw

Dies alles generiert Mehrkosten, zu deren Deckung wir auf Hilfe angewiesen sind, da die Offizin weder ein Museum ist noch sonstige öffentliche Unterstützung erhält.

Das erhältst du als Belohnung

Kleinere Beiträge werden mit originalen Handpressen-Drucken, möglichst schon auf der neuen hölzernen Druckerpresse, und Büchern aus der Offizin Parnassia Vättis belohnt.

Grössere Beiträge erhalten ein Modell einer hölzernen Druckerpresse oder Besuche und Führungen vor Ort und Raclette-Essen mit den Druckern.

Die Hauptsponsoren sind an die Einweihungsfeierlichkeiten im Herbst 2017 eingeladen (inkl. Übernachtungen für 2 Personen) und wirken bei der ersten Drucklegung oder gar Textwahl auf der hölzernen Presse mit, nebst Verewigung auf der Presse selber.

Und alle werden auf der Sponsorentafel neben der Presse aufgeführt. Jetzt schon ein ganz herzliches Dankeschön !