Wissenschaft erklärt die Welt. Technik...

... schafft Innovation. Und die Gesellschaft schreitet voran. Wobei die bessere Technik die schlechtere ersetzt: So geht Fortschritt – nicht wahr?

Nicht wahr. Technischer Wandel nimmt verschlungenere Wege. Und was «Fortschritt» sei, ist noch einmal eine Frage für sich.

Wenn es so einfach wäre mit dem Fortschritt, wie Wissenschaftsfunktionäre, Technokraten und Mainstreamökonomen uns glauben machen, genügte es, mehr Geld für Forschung auszugeben, ein günstiges Investitionsklima für Innovationen zu schaffen – und sich zurückzulehnen, um die Probleme der Welt zu lösen. «Calling for innovation is, paradoxically, a common way of avoiding change when change is not wanted», hat der Technikhistoriker David Edgerton geschrieben. Kein Wunder, hat diese Sichtweise viele Fürsprecher.

Was ich will: 

Ich erzähle ca. zwölf Geschichten technischen Wandels und untersuche an ihnen, wie Wandel geschieht. Zum Beispiel:

  1. Der Buchdruck (Paradebeispiel einer Technik, die die Gesellschaft veränderte. Oder brachte die Veränderung der Gesellschaft den Buchdruck?);
  2. Die Anästhesie (Triumph der akademischen Medizin im 19. Jahrhundert. Aber warum wehrte sich die Wissenschaft ein halbes Jahrhundert dagegen?);
  3. Die Genomik (eine Wissenschaft, die viel verspricht. Oder ist diese Wissenschaft nichts als ihr Versprechen?);
  4. Die Waschmaschine (befreite die Hausfrau von schwerer Fron. Oder zementierte sie gerade die Geschlechterrollen?);
  5. Das Rad (ist die Mutter aller Technik. Wirklich? (siehe Video)).

Ich mache kein Buch «für» oder «gegen» Technik. Aber eines gegen eine Art, Technik wahrzunehmen. Ich könnte sagen: Es geht darum, wie die Gesellschaft zu einem nachhaltigen Umgang mit Technik kommt. 

Schöner hat es der Soziologe Richard Sennett gesagt:

«Wir müssen gute Umwelthandwerker werden.»

Mein Buch will einen Beitrag dazu leisten. Herausgeben werden das Buch Harald Welzer und Klaus Wiegandt von der Stiftung Forum für Verantwortung.

Hmm. Aber dazu brauche ich Geld. Vor allem, weil ich nicht gratis arbeiten kann. Und ausserdem für Büro-Fixkosten, Literatur, Fotokopien, Reisespesen. Ich rechne mit einem Budget von 60.000 Euro / 72.000 Franken, wovon gut die Hälfte gedeckt ist. Für den Rest hoffe ich auf Geld – zum Beispiel…

… von dir?