Gärtnern in der Stadt – ein Zukunftsthema

«Frisch», «Ökologisch» und «Regional» – die Slogans aus dem Supermarkt können im Vergleich mit den Erzeugnissen aus dem Aquaponic-Dom nicht bestehen. Denn, was könnte frischer sein als Gemüse vom eigenen Dach? Was ökologischer als den Anbau selbst zu kontrollieren? Was regionaler als für die Ernte ein paar Treppen zu steigen? 

In Großstädten wie Berlin sind Dachgärten ein Zukunftsthema und das Konzept «Aquaponic« ist noch etwas cleverer, als bloß ein Beet auf dem Hausdach!

Was ist Aquaponic?

Bei Aquaponic wird Aquakultur (Fischzucht) mit Hydroponic (Gemüseanbau) in einem geschlossenen Wasserkreislauf kombiniert. So beziehen die Pflanzen alle benötigten Nährstoffe aus dem Wasser der Fischzucht und  durch den Nährstoffentzug reinigen die Pflanzen das Wasser der Fische.

Was ist an Aquaponic besser?

Die Pflanzen werden ausschließlich durch die aufbereiteten Ausscheidungen der Fische ernährt. Dadurch gelingt die Erzeugung von frischem Gemüse ohne zusätzliche Zugabe von Düngemitteln. Im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsmethoden ist Aquaponic außerdem äußerst ressourceneffizient. 

Die Produktion ist ökologisch, gesund und nachhaltig, da keine Düngemittel, Leistungsförderer bzw. Antibiotika hinzugefügt werden müssen und keine Pestizide verwendet werden. Im Vergleich zu anderen Anbauverfahren, ist sowohl der Wasserverbraucht, als auch die Co2 Emission entlang der Werschöpfungskette besonders gering, weshalb Aquaponic in jedem Sinne umweltfreundlich ist.

Wo soll das Projekt umgesetzt werden?

An der Holzmarktstraße, Hausnummer 25, in Berlin. 

Hier wird in den nächsten Jahren ein Quartier entstehen, das Raum für Wandel und Experimente ermöglicht. Der Aquaponic-Dom ist ein erstes Pilot-Projekt für das ECKWERK, ein Gebäude auf dem Nordteil des Holzmarktes, in dem studentisches Wohnen und Gründerwerkstätten unterkommen. Auf dessen 3000 Quadratmeter-Dach soll zukünftig professionell Landwirtschaft betrieben werden. Das Ziel ist ein riesiger Garten über den Dächern Berlins, der sicherstellt, dass ein Teil der benötigten Nahrungsmittel nicht auf langen, Rohstoff verbrauchenden Lieferwegen zum Holzmarkt kommt, sondern vor Ort saisonal angebaut wird. Die dort geernteten Lebensmittel werden im Dorfladen verkauft und in Kantine und Restaurant direkt weiterverarbeitet. 

Wem nützt das Projekt?

Jedem, der Wissenschaft, dem Holzmarkt und dir! 

«Gärtnern in der Stadt» ist mehr als eine Mode – kombiniert mit neuer Technologie könnte es für einige Probleme unsere Zivilisation Lösungsansätze bieten. Wir wollen Öffentlichkeit für das Thema schaffen, sowie Partizipation und Forschung ermöglichen. Viele Menschen werden das Pilotprojekt besuchen und Studierende werden in Studien auch und gerade kritische Fragen zur Methode «Aquaponic» stellen. 

Die wichtigste Frage nach dem «wie schmeckt’s?» kann jedoch niemand besser beantworten als IHR - die Unterstützer des Projekts!

Wohin fließt mein Geld?

Das Geld der Kampagne fließt in die Anschaffung des Aquaponic-Dom, der etwas mehr als 20.000€ kostet. Die Betriebskosten und sonstige Kosten trägt die Holzmarkt-Genossenschaft. Große Unterstützung bekommen wir vom feinen Restaurant «Katerschmaus» – sie bereiten das Erntedankmahl zu und glaubt uns, das können die.