Mit der Mosterei Oswald+Ruch nehmen Benjamin Oswald und Markus Ruch Pflege und Ernte alter, ungenutzter und damit gefährdeter Hochstammbäume im Klettgau wieder auf und produzieren hochwertigen Cidre.

CHF 54’335

135% of CHF 40’000

"135 %"
This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

206 backers

Successfully concluded on 4/6/2019

Die Mosterei Oswald+Ruch

Vor zwei Jahren haben wir begonnen, die Besitzer der vielen vernachlässigten Apfel und Birnbäume im Klettgau auszumachen. Wir handeln mit ihnen Verträge aus, um die ungenutzten Früchte zu ernten um daraus in traditionellem handwerklichen Verfahren Apfel- und Birnencidre herzustellen. Nun ist es Zeit, unser mit viel Engagement und Idealismus betriebenes Projekt in eine sichere und nachhaltige Zukunft zu führen! Mit Deiner Unterstützung investieren wir in eine eigene Obstpresse und eine Kühlanlage und bauen eine Baumschule auf, um die Sortenvielfalt aktiv zu fördern.

It's fizzy!

Im Verlauf des letzten Jahrhunderts hat der Bestand an Hochstammobstbäumen in der Schweiz massiv abgenommen. Dies hat weitreichende ökologische und landwirtschaftliche Konsequenzen: Viele Nützlinge brauchen die Streuobstwiese für die Nahrungssuche oder als Brut- und Rückzugsplatz. Sie kommen dementsprechend seltener vor, was dazu führt, dass Schädlinge nicht natürlich, sondern durch Pestizide bekämpft werden müssen. Des Weiteren ist die Obstsortenvielfalt völlig verarmt. Die enorme Verringerung genetischer Kombinationen in der Obstlandschaft, macht die Bäume anfällig auf Krankheiten und leistet diesen Vorschub.

Der Klettgau hat das Glück, dass noch Überreste der einst gigantischen, die bäurischen Siedlungen umgebenden, Streuobstgürtel erhalten sind. Wir erhalten mit unserem Projekt diese bis zu 200 Jahre alten Bäume indem wir ihnen wieder einen realen marktwirtschaftlichen Wert geben.

Die von Hand geernteten Früchte werden gepresst und an den wilden Hefen sorgfältig vergoren. In der Flasche macht der Cidre eine zweite Gärung und reichert sich dabei mit natürlicher Kohlensäure an. Er unterscheidet sich dadurch wesentlich von Sauren Most, welcher meist aus Fruchtkonzentrat hergestellt, pasteurisiert und karbonisiert wird. Unser Cidre trumpft deshalb - und weil die traditionellen Schweizer Mostapfelsorten eine besonders angenehme Balance aus Zucker, Säure und Bitterstoffen aufweisen - mit einer Lebendigkeit und einer beschwingten Frische auf, wie es nur wenige Weine vermögen.

Hilf mit!

Um unser Projekt auf sichere Beine zu stellen und dem Hochstammobstbau neue Perspektiven zu eröffnen, benötigen wir eine bessere Infrastruktur: Wir müssen eine eigene Obstpresse kaufen, um unabhängig und präzise arbeiten zu können. Um für kühle, langsame Gärungen und damit raffinierte Cidres zu sorgen, brauchen wir eine Kühlanlage. Und wir wollen einen Obstgarten und eine Baumschule mit besonders seltenen Sorten anlegen, um die Vielfalt von robusten Mostapfelsorten aktiv zu kultivieren.