Ich bin ein biodynamischer Winzer aus Biel am Anfang seiner Selbständigkeit. Für die Finanzierung dieses nachhaltigen Weinbauprojektes sowie die Einrichtung des Weinkellers ist eure Mithilfe wertvoll!

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CHF 24’630

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"61 %"
This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

118 backers

41 days to go

terre & lumière - Das erste Weingut in der Stadt Biel

Ich heiße Marius von Ballmoos, bin bald 34 Jahre alt und lebe als biodynamischer Winzer am wunderschönen Bielersee.

Durch meine Lehre als Zimmermann und als ehemaliger Pfadfinder, war die Natur immer ein prägender Teil meines Lebens. Die Schönheit des Lebendigen in allen Facetten, das Teilen von Erfahrungen und der Ausstausch darüber, das Zuhören und Weitergeben von Erfahrungen und Wissen, sind tief in mir verankerte Werte. Das alles zu vereinen als Berufung ist ein lang gehegter Wunsch und Traum.

Seit acht Jahren bewirtschafte ich in meiner Freizeit mit Freunden eine biologische Rebparzelle am Bielersee. Aus dieser Erfahrung ist der Wunsch entstanden, mich weiterzubilden, und den Weinbau zu meinem Beruf zu machen.

An dieser Stelle möchte ich meinen Dank aussprechen:

Ich danke meinen Vorfahren und meinen Eltern für das Leben, das ich erhalten habe, und für ihre liebevolle Unterstützung bei allem, was ich tue. Ich danke meinen AusbildnerInnen für ihren Unterricht und den BesitzerInnen der Weinberge für ihr Vertrauen. Ich danke meinen Weinbergen, auch sie sind mir Lehrmeister. Ich danke all meinen Freunden, Freundinnen und Verwandten, die mich bei diesem Unterfangen begleiten und unterstützen. Und schließlich danke ich euch allen im Voraus für eure Zeit und die Wertschätzung, die Ihr meinem Projekt entgegenbringt.

Mein Projekt

Nachdem ich mich beim renommierten biodynamischen Weingut Klus 177 in Aesch BL und an der Berufsschule in Morges zum Winzer ausbilden liess, habe ich Anfang 2022 mein erstes Projekt ins Leben gerufen: terre & lumière, mein kleines aber feines Weingut mit einem Hektar biodynamischen Weinbergen am Bielersee. Ausserdem werde ich der erste Winzer seit den 1960er-Jahren sein, der wieder in der Stadt Biel vinifiziert. Ich finde nämlich, dass die Stadt, welche einem See und damit einer ganzen Weinbauregion ihren Namen gibt, einen eigenen Wein verdient hat!

Die Weinstöcke bringen ihre Erfahrungen und all ihre Weisheit mit: Sie sind zum grossen Teil über 40 Jahre alt und strotzen vor Lebenskraft. Die Rebsorten Pinot Noir, Chasselas, Silvaner, Pinot Gris, Freisamer und Chardonnay wurzeln in meinen Parzellen und strecken sich der Sonne entgegen. Ab dem nächsten Jahr wird ausserdem Savagnin Blanc dazukommen, eine aus dem Jurabogen stammende alte und robuste Rebsorte. Aus den Früchten dieser Weinstöcke sollen feine Weine entstehen: Schaumwein, Weiss- und Rotwein sowie Rosé.

Das Besondere an meinem Projekt

Was ich will: Dank der biodynamischen Herangehensweise versuche ich, der Rebe und der Natur zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu verstehen, bevor ich handle. Ich strebe ein harmonischeres Verhältnis von Mensch und Natur an. Was ich im bin, widerspiegelt sich in meinem Reben und in meinem Wein und umgekehrt. Die Entfaltung der Weinstöcke, ihre Gesundheit und ihre Bedürfnisse sind somit meine Priorität.

Wie mache ich das?

Meine Vision ist die einer nachhaltigen Landwirtschaft mit geschlossenem Kreislauf.

Ein Hektar ist ein menschliches Mass: keine anonyme Agroindustrie, sondern kleinbäuerliches Arbeiten mit persönlichem Bezug.

Im Weinberg arbeite ich nach biodynamischen und traditionellen Methoden:

  • keine Pestizide, keine Insektizide
  • ein Minimum an Kupfer und Schwefel, um mögliche Pilzkrankheiten einzudämmen
  • keine Maschinen, die den Boden verdichten

Stattdessen viel Handarbeit:

  • später Schnitt, damit die Reben Reserven bilden können
  • eine frühe Läset für eine natürliche Frische
  • Kompostgaben zur Düngung
  • Ausbringen von Pflanzenpräparaten wie Schachtelhalmextrakt und Brennnesseltee
  • Verkohlung von Schnittgut zur langfristigen CO2-Bindung
  • und eine starke Präsenz in den Weinbergen

Außerdem will ich die Monokultur der Weinberge etwas aufbrechen. In Planung sind:

  • Aussaat von Leguminosen und Bienenweidemischungen
  • Pflanzung von Mandel-, Weinbergpfirsich- und Aprikosenbäumen
  • Aufstellen von Bienenstöcken
  • Anlegen von Biodiversitätsinseln
  • Zusammenarbeit mit dem Verein Bird Life

Mittelfristig möchte ich mein Projekt im Weinberg auch pädagogisch ausbauen: Empfang von Schulklassen in den Weinbergen zur Sensibilisierung für die Natur, ihren Kräften und Rhythmen. Ich kann mir auch vorstellen, KünstlerInnen einzuladen, die sich kreativ mit der Natur auseinandersetzen oder Menschen eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben zu ermöglichen.

Im Weinkeller habe ich folgendes Credo :

  • keine Hilfsmittel wie Pumpe, Filter, Holzchips, künstliche Tannine, Zuckerung, Säuerung und industrielle Reinzuchthefen

Stattdessen schonender und achtsamer Umgang für beste Qualität:

  • sanfte Ganztraubenpressung
  • Arbeit mit Schwerkraft
  • ungefilterte Weine
  • minimale Schwefelung zur Qualitätssicherung
  • aufmerksame Begleitung der Gärung mit möglichst wenigen Eingriffen

Mein Ziel ist es, meine Weine möglichst regional abzusetzen. Nebst dem Fakt, dass ich per Lastenrad ausliefern kann, soll mir dies auch erlauben, Leergut zurückzunehmen und die Flaschen mehrmals zu verwenden.

«Nichts geht verloren, nichts wird geschaffen, alles verwandelt sich», ein Ausspruch von Lavoisier, dem Vater der modernen Chemie.

Dafür brauche ich Unterstützung

Wie ihr am Erfolg dieses Projektes teilhaben könnt: Ich pachte Weinberge, habe aber keine Nachfolge eines Kellers angetreten. Somit habe ich auch noch keinen Wein, welcher mir Einnahmen bescheren würde, und mein Keller muss von Grund auf eingerichtet werden. in der Bieler Altstadt entsteht ein Ort, wo diese erste Ernte weiterverarbeitet werden kann und die Trauben ihre Metamorphose zum Wein durchleben können.

Die Anschaffung von Material wie Tanks, Fässer und Presse sowie die Einrichtung des Kellers ist eine kostspielige Angelegenheit:

  • Tanks und Barriques und deren Waschplatz kosten rund 25’000 CHF
  • die Weinpresse und andere önologische Gerätschaften wie Temperaturmesser, Abfüllanlage und Verkorker schlagen mit rund 10’000 CHF zu Buche
  • die Glasflaschen und Korken kosten rund 5000 CHF
  • für alles Weitere arbeite ich im Winter noch teilzeit als Zimmermann.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel! Mit eurer finanziellen Unterstützung trägt ihr direkt zum Gelingen des Projektes terre & lumière bei und helft somit, den Wein neu zu denken. Als Dank dafür biete ich euch attraktive Belohnungen an, welche euch direkt an diesem Projekt teilhaben lassen.

Merci vielvielmals im Voraus für eure Hilfe und ich freue mich jetzt schon darauf, das Resultat mit euch zu verkosten!

Marius

PS. Ich bin ohne Smartphone und Social Media unterwegs und meine Website wird erst im Winter aufgeschaltet. Für weitere Fragen stehe ich aber per Mail oder Telefon gerne zur Verfügung: marius.v.b@bluewin.ch +41 78 677 84 22