Unguided Road Trip

Die Fotoarbeit Unguided Road Trip ist seit 2010 in den USA und in der Schweiz entstanden und verbindet zwei sehr unterschiedliche Länder, aber viele gemeinsame Motive.

Das Projekt

Was die fotografierten Situationen verbindet, ist einerseits ihr Charakter als Ort, an dem der Mensch kürzer oder länger innehält, warten muss, freiwillig verweilt, auf der Reise eine Pause macht, sich sammelt – und dann weitergeht. Andererseits ist es die Möblierung der Umgebung, die das verbindende Thema bildet. Sie sagt vieles über die Identität des jeweiligen Landes bzw. der Gesellschaft aus, über Werte, Ideale, Vorstellungen. Zum anderen sind es Orte, die alle vom Menschen gestaltet sind. Die Möblierung steht dabei im Dienst eines Zwecks (die Toilette, die Tankstelle, das Schützenhaus), verrät jedoch viel über die Identität bzw. die Innensicht oder Selbstdarstellung des jeweiligen Landes.

Nach Allan Sekula ist «die Bedeutung einer Fotografie nicht gegeben, sondern wird ‹erfunden›, das heisst, dem Bild in einem sekundären Akt der Zuschreibung von aussen auferlegt.» [Geimer, Peter: Theorien der Fotografie. S. 89. Junius, Hamburg, 2009.] Diese Aussage gilt auch für Fotografien einer Landschaft. Was können wir aus ihr herauslesen und warum hat etwas – zum Beispiel ein Robidog oder eine Bushaltestelle –, für wen welche Bedeutung? Ich begebe mich hinaus in diese durch sichtbare und unsichtbare Grenzen definierten Landschaften, beobachte, was mir auffällt und wo mich die Lust überkommt zu fotografieren. Ich halte im Stil der Dokumentarfotografie die Möblierung des Landes fest und ordne das Abgebildete in Serien.

Das Buch

Das Buch präsentiert eine Auswahl von rund 160 Bildern. Statt die Fotoserien nach beiden Ländern getrennt zu zeigen, werden die Bilder einzeln oder in Bildpaaren und Triptychen angeordnet. Auf diese Weise treten die Motive in einen ländervergleichenden beziehungsweise länderverbindenden Dialog. Ähnlichkeiten und Unterschiede werden deutlich, wobei satirisch-humorvolle Gegenüberstellungen mit lakonisch-ernsten abwechseln und der westlich-zivilisatorische Gestaltungsstil überhaupt zur Debatte steht. Das Buch wird mit Gedanken und Überlegungen zu einzelnen Fotografien von Nadine Olonetzky ergänzt.

Dafür brauche ich deine Unterstützung

Dass die Arbeit eines Verlags heutzutage vor der Lancierung eines Buchprojektes finanziert sein muss, ist leider die Norm. Nachdem die öffentliche Hand und einige Institutionen Beiträge zugesichert haben, bin ich nun auf deine Unterstützung angewiesen.

Unterstützen kannst du das Projekt ganz einfach, indem du auf den grünen UNTERSTÜTZEN Button drückst. Dort kannst du entweder einen beliebigen Betrag ohne Belohnung spenden, oder ein Angebot aus der Liste anklicken.

HERZLICHEN DANK!

Cyanotypie für CHF 120.00. Sujet nach Absprache. Jeder Abzug ist ein Unikat. Ca. 20x26 cm.