Weltraumschrott, -bergbau, und -tourismus machen deutlich: Wir brauchen ein 18. UN Sustainable Development Goal – unsere Weltraumumgebung und die Entwicklung einer Ethik der planetaren Nachhaltigkeit.

CHF 22’101

221% von CHF 10’000

"221 %"
So funktioniert’sä

Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

44 Unterstützer*innen

Erfolgreich abgeschlossen am 13.4.2018

Projekt Präsentation

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist heute weitgehend als politische Leitlinie anerkannt. Ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit werden bereits diskutiert. Die gegenwärtigen Bemühungen, mit Weltraumbergbau zu beginnen, machen es erforderlich, die Diskussion hin zu einer «planetaren Nachhaltigkeit» zu erweitern, die den Weltraum um die Erde herum miteinbezieht. Auch das drängende Problem des Weltraumschrotts muss berücksichtigt werden.

Bis heute wird der Ausdruck «planetare Nachhaltigkeit» hauptsächlich auf die Erde bezogen verwendet. Das Projekt möchte seine Bedeutung im Anschluss an eine entsprechende Initiative der NASA erweitern. Diese wünscht sich nicht nur

1) eine Welt, in der alle Völker Zugang zu ausreichend Wasser, Nahrung und Energie haben, ebenso wie Schutz vor schweren Stürmen und Folgen des Klimawandels und

2) ein gesundes und nachhaltiges weltweites ökonomisches Wachstum aus erneuerbaren Produkten und Ressourcen, sondern auch

3) eine multiplanetare Gesellschaft, in der die Ressourcen des Sonnensystems für die Völker der Erde verfügbar sind.

Während natürlich alle diese Dimensionen wesentlich sind, sollen in diesem Projekt insbesondere der Realitätsgehalt und die visionäre Bedeutung des noch wenig untersuchten dritten Punktes evaluiert und ethisch bewertet werden. Welche ethischen Richtlinien sind im All nötig und welche Tradition soll im interkulturellen Weltraum gelten? Inwiefern eignet sich das Prinzip der Nachhaltigkeit als Richtschnur?

Das umfasst solche Fragen wie: Wer soll in den Weltraum reisen dürfen, geht das nur noch ums Geld? Und es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit dem Satellitenschrott? Sollten wir auf dem Mond mit Unternehmen kooperieren, um ein Teleskop auf seiner erdabgewandten Seite zu bauen? Wer darf schließlich behalten, was beim Asteroidenbergbau gewonnen wird, d.h. wem gehört der Asteroid? Und dürfen wir den Mars ebenso einfach ausbeuten?

HINWEIS: Zuwendungen an das Projekt laufen über die Universität Bern und werden daher als Spenden bescheinigt. Nutzt die Chance!

Das Besondere an meinem Projekt

Die Anwendung des Prinzips der Nachhaltigkeit auf den Weltraum ist ein drängendes Thema. Das Projekt mag futuristisch anmuten, aber warum soll die Ethik nicht mal mit den Entwicklungen Schritt halten? Eine gleichzeitg umfassende wie auch praktische Ethik für den interkulturellen Bereich unserer Weltraumumgebung hat noch niemand versucht. Und eine grundsätzlich positive Einschätzung unserer Technik ist - Überraschung - auch ein gewisses Novum. Auf der Ebene der UN ist man sich unter Spezialisten der Problematik zwar bewusst, aber ein nachhaltiges Entwicklungsziel «Weltraumumgebung» fehlt derzeit noch. #SDG18 (Sustainable Development Goal Nr. 18) #Globalgoals

Dafür brauche ich Unterstützung

Damit es richtig gut läuft, möchte ich vor allem meinen Weltklasse-Hilfsassistenten Emanuel behalten, der jede Investition wert ist. Zudem brauche ich Geld für Reisen, um z.B. bei der UN Weltraumkonferenz diesen Sommer das 18. Nachhaltigkeitsziel vorzuschlagen (man kommt da mit Geld eher rein). Auch Übersetzungsarbeiten sind wichtig - es geht ja um den >ganzen< Planeten -, um Forschungstraditionen zu verbinden, und auch das kostet Geld. Ach ja, und schließlich würde ich das Projekt gerne um wenigstens einen Monat verlängern (das ist dann meine 68% Stelle). Danach springt dann hoffentlich wieder eine Stiftung ein, denn ich finde, planetare Nachhaltigkeit ist ein grosses Ding.