Darum gehtʼs:

«the holycoaster s(HIT) circus» ist ein fiktiver Dokumentarfilm, der jetzt auf Film-Festivals geschickt und ins Kino gebracht werden soll. Wir haben ein hochmotiviertes, talentiertes, professionelles Team, aber bisher keine finanzielle Unterstützung.

Projektbeschreibung:

2011 begannen die von der Fachzeitschrift TANZ zum Kollektiv des Jahres nominierten Companys PENG! Palast (Bern) und Machol Shalem Dance House (Jerusalem) eine Zusammenarbeit unter dem Namen «the holycoaster s(HIT) circus». Ein interdisziplinäres Theaterprojekt, in dem auch ein 50-minütiger Film integriert ist. Jetzt wollen die beiden Companys aus dem 50-minütigen Dokumentarfilm einen eigenständigen Film machen und ihn auf Festivals schicken und später ins Kino bringen.

Die Dokumentation handelt vom Aufeinandertreffen dreier verschiedener Kulturen. Mit Toleranz und Gutmenschentum versuchen sich die Beteiligten näher zu kommen, sind aber allzu sehr verhaftet in ihren Vorurteilen.

Um den Film auf Festivals zu zeigen und später ins Kino zu bringen, müssen wir nochmals Gas geben. Wir müssen neue Szenen drehen, am Film schneiden, ein filmisches Ende entwickeln, den Ton anpassen und die Farben abstimmen. Das ist zeitintensiv und muss professionell gemacht werden. Dazu fehlen uns bisher die finanziellen Mittel.

Inhalt:

Die drei Jungs der Berner Theatergruppe PENG! Palast planen ein neues Projekt über Schlager und Helden. Sie arbeiten dabei mit persönlichem Material und beginnen eine private Interviewreihe. Nachdem ein Schauspieler aus dem Projekt aussteigen möchte, gibt es eine Krise und das Projekt soll abgesagt werden. Grund für seinen Ausstieg: In seiner Familie gab es keine Helden, sondern ganz im Gegenteil scheinbar einen Nazi-Verbrecher. Das Leitungsteam des Theaters, in dem das Stück aufgeführt werden soll, ist vom Abbruch des Projekts wenig begeistert und stellt als Rettungsmassnahme den Kontakt zu einer israelischen Theatergruppe her. Das denken zumindest die drei PENGs, bis sie in Jerusalem angekommen, viel zu spät merken, dass die israelische Theatergruppe gar kein Theater macht, sondern tanzt. Das Unheil nimmt seinen Lauf: Mehr und mehr verstricken sich die Beteiligten in ein Projekt, von dem sie keine Ahnung haben, und verheddern sich in immer mehr Vorurteilen. Solange bis das grösste Unheil passiert und sie fast einen ihrer besten Freunde verlieren...

Die Dokumentation zeigt und hinterfragt bestehende Vorurteile von Schweizern gegenüber Deutschen gegenüber Juden gegenüber Christen gegenüber Tänzern gegenüber Schauspielern (und umgekehrt). Um der Überhöhung gerecht zu werden, wird das Mittel der Mockumentary gewählt, einer gefälschten, nachgestellten Dokumentation. So kann man nie genau wissen was real ist und was der Phantasie entspringt.Der Zuschauer soll die Wirklichkeit nicht mehr vom Fake unterscheiden können, denn auch Vorurteile sind eine Mischung aus gestörter Wahrnehmung und zurechtgelegter Realität.

Kritiken:

«[...] Es geht um Geschichten, die müssen erst einmal gefunden bzw. erfunden werden. Da sind vier Schweizer Jungs, clever, gut gebaut. Sie gehören der Generation an, in der eigentlich alles gut verlaufen ist. Geschichten haben höchstens die Eltern, vielleicht die Grosseltern, die haben Geschichten, und diese Schweizer Jungs borgen sich deutsche Geschichten, machen eine Reise nach Jerusalem, naja, dass muss ein Eiertanz werden, ein Tanz auf dem Vulkan. [...] Das ist eine Art, sich mit Lebensgeschichten auseinanderzusetzen, so ungefähr nach dem Standpunkt: Wer nichts Ernstes erlebt hat, der muss das Leben für einen Witz halten, bis dieser Witz dann eine furchtbare Konsequenz hat, beinahe tödlich, schlimmer eigentlich noch als leben, ein Leben als Zuschauer im Rollstuhl. Das ist ein Abend provokant, höchst konstruktiv im Umgang mit Geschichten über dunkle Kapitel deutscher Geschichte, eben ein Eiertanz, scharfe Schüsse ins Gewissen.» MDR Figaro, 08.05.2012, Boris Gruhl.

«[...] Jenseits der Political correctness wird mit üblen Klischees jongliert, wobei einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt, weil in diesen Karikaturen natürlich auch Wahres steckt. Oder sind es vielleicht gar eigene Vorurteile, die diese Bande von Verrückten bestätigt? [...] Mit Tanz, Slapstick und Spiel beweisen sie, dass sie anscheinend wirklich etwas gelernt haben in Israel. Der vermeintliche Nazisprössling ist zum grimassierenden Joker mutiert und spielt in diesem „cirque fou“ den Zeremonienmeister. Der Schürzenjäger gibt den urdeutschen Helden Siegfried im Lackhöschen. Sexy religiöses Multimedia-Entertainment mit Tanz und Musik, nennt sich das Ganze. Am Ende dieses Kabaretts fühlt man sich wie nach einem reinigenden Gewitter. Nass sind dabei alle geworden. |...]» Berner Zeitung, 26.09. 2011, Helen Lagger.

«[...] Peng!Palast sind die Basejumper der freien Theaterszene und hangeln sich ungesichert über den Abgrund des schlechten Geschmacks. |...]» Bund, 26.09.2011, Brigitta Niederhauser.