Mit Sorgfalt und ohne schwere Maschinen betreiben wir einen zukunftsweisenden Biogemüsebau. Damit mehr Leute Zugang zu dieser geschmacksvollen Gemüsevielfalt erhalten, gehen wir die nächsten Schritte.

CHF 51’040

102% von CHF 50’000

102 %
So funktioniert’sä

Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

290 Unterstützer*innen

Erfolgreich abgeschlossen am 2.12.2022

Das ist die Tomaterei Homberg

Angefangen hat alles mit einer Tomatenvielfalt. Inzwischen sind über 50 weitere Gemüsesorten dazugekommen. Beim Anbau orientieren wir uns an den Prinzipien der Marktgärtnerei. Das ist eine Methode, bei der man schonend und nachhaltig mit dem Boden umgeht und trotzdem eine grosse Ernte für die Direktvermarktung anstrebt. Weil wir alles selber anbauen, ist das Gemüse in der Abotasche oder am Marktstand immer zu 100% saisonal und von hier. Konsument*innen müssen sich zu diesen beiden Themen also keine Gedanken mehr machen. Damit ermöglichen wir den Leuten eine spannende Vielfalt auf dem Teller und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Umwelt.

  • Handarbeit
  • 100% Eigenanbau
  • Velotransport
  • Ohne Pestizide
  • Ohne billige Arbeitskräfte

Wie funktioniert das in der Praxis?

Ein unsichtbares Thema mit grosser Relevanz

Die Setzlinge ziehen wir selber an. So können wir spezielle Sorten anbauen und sind nicht auf das Angebot vom Setzlingslieferanten angewiesen. Für die Anzucht verwenden wir ausschliesslich samenfestes Saatgut und kein Hybridsaatgut. Hybridsaatgut kann nicht selbst vermehrt werden, ist jedoch häufig resistenter gegenüber Krankheiten und Schädlingen und bildet mehr Ertrag in einheitlicher Form. Durch diese Vorteile wird immer mehr Hybridsaatgut verwendet und samenfestes Saatgut wird nicht mehr weiter vermehrt. So verschwindet die samenfeste Vielfalt schleichend und gleichzeitig entsteht eine Abhängigkeit gegenüber den Hybridsaatgutfirmen. Dieser Vorgang entspricht nicht unserer Vorstellung von einer unabhängigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft und auch nicht einer Entscheidungsfreiheit bezüglich unserer Ernährung.

Der Boden von heute bestimmt die Ernte von morgen

Die Gemüsepflanzen werden durch das Bodenleben genährt. Das Bodenleben wiederum füttern wir mit Kompost, Mulch und Gründüngungs-Saaten. Durch die oberflächliche, nicht wendende Bearbeitung mit innovativen Handwerkzeugen werden die aufgebauten Strukturen geschont. Weil wir keine schweren Maschinen verwenden, entstehen auch keine Vibrationen, welche den Lebensraum Boden verdichten könnten. Es erstaunt uns immer wieder, wie schon nach sehr kurzer Zeit der Bodenaufbau von blossem Auge sichtbar und von Hand spürbar ist.

Die Pflanzenabstände sind kleiner als bei anderen Anbaumethoden. Weil so die Pflanzen den Boden schnell bedecken, ist dieser vor Wettereinflüssen wie Starkregen geschützt und kann bei Hitze durch den Schatten der Pflanzen die Feuchtigkeit gut halten. Zudem haben Beikräuter weniger Platz, sich zu entwickeln. Optimierte Pflanzenabstände in Kombination mit einer effizienten Planung machen ein solches System sehr produktiv. Die Wege bleiben kurz, der Garten ist übersichtlich und in einem menschlichen Massstab.

Per Velo direkt zu den Leuten

Das Gemüse geht ohne Zwischenhandel direkt an die Kund*innen der Region. Einerseits in Form von Abotaschen, mit denen jede Woche automatisch erntefrisches Gemüse in die Depots oder direkt nach Hause geliefert wird. Andererseits über den Verkauf am Markt. Um es den Leuten nach der Arbeit zu ermöglichen, frische Produkte bei den Produzierenden einzukaufen, haben wir den Abendmarkt Thun initiiert. Gemeinsam mit anderen Bio-Ständen beleben wir nun von Mai bis Oktober den Waisenhausplatz. Der persönliche Kontakt am Markt ist uns eine Freude und schafft ein gegenseitiges Verständnis sowie Vertrauen. Über beide Vertriebssysteme bleibt die gesamte Wertschöpfung bei uns. Die gesamte Lieferkette geschieht per Elektrofahrrad: Das Gemüse wird mit einem Schwerlastanhänger die 300 Höhenmeter hinunter nach Thun auf den Märit und in die Depots transportiert. Für Hauslieferungen übergeben wir die Taschen dem Fahrrad-Lieferdienst Collectors. Collectors ist ein Arbeitsintegrationsprogramm, das Sozialhilfeempfangenden spannende Förder- und Beschäftigungsprogramme bietet.

Die nächsten Schritte

In den letzten drei Jahren haben wir nach und nach eine Infrastruktur aufgebaut. Stets mit dem Gedanken, ein langfristig gut funktionierendes System mit währschaften und langlebigen Komponenten aufzubauen: Ein altes Güllenloch wurde totalsaniert und so zu einem Wasserreservoir umgebaut. Handwerkzeuge, Bewässerung, Elektrovelo mit Veloanhänger und Transportkisten wurden angeschafft sowie zwei Marktstände gebaut. Für den nächsten grossen Schritt benötigen wir einige kostspielige Anschaffungen. Auch hier ist es uns ein grosses Anliegen, in langfristig Sinnvolles und Nachhaltiges zu investieren.

In einer ersten Etappe sammeln wir CHF 35’000. Damit können wir folgende Infrastruktur für einen reibungslosen Arbeitsalltag bezahlen:

  • Kühlzelle mit energieffizientem Aggregat
  • einen zweiten Schwerlasten-Veloanhänger
  • Isolierter Folientunnel für die Setzlingsanzucht inkl. Tische
  • Handsägerät JangSeeder
  • Freilandbewässerung
  • Einrichtung vom Verarbeitungsraum, unter anderem Chromstahlwannen, eine grosse Salatschleuder und Transportwagen
  • Für eine bessere Lüftung von unseren Folientunnel und damit für eine bessere Pflanzengesundheit: Lamellenfenster, Ventilatoren
  • Automatisierung der Bewässerung
  • Elektrohäcksler
  • Aussaatgerät für die eigene Jungpflanzenanzucht

Wenn wir mehr als CHF 35’000 erreichen, werden in einer zweiten Etappe weitere CHF 15’000 gesammelt. Mit diesem zusätzlichen Betrag wird Folgendes bewirkt:


  • Mehr Ökologie in der Gärtnerei: Mehrjährige Blühstreifen, Hecke als Blühangebot für Insekten und als Windschutz. Damit entsteht ein günstigeres Mikroklima für den Gemüsebau.
  • Im Sommer braucht eine Kühlzelle am meisten Energie. Gleichzeitig ist zu dieser Jahreszeit die Sonneneinstrahlung am stärksten. Deshalb ist es sinnvoll, dass wir uns am geplanten Solardach für die Stromerzeugung der Kühlzelle beteiligen.

Jeder Franken geht direkt in unsere Gärtnerei. Mit deiner Unterstützung trägst du zur Weiterentwicklung dieses Projektes bei, das sehr aktuellen Themen mit konkreten Handlungen begegnet. Als Dank dafür bieten wir dir einzigartige Geschenke an. Gerne darfst du den Leuten in deinem Umfeld oder deinem Netzwerk von dieser Kampagne erzählen. Wir freuen uns schon jetzt, dass wir gemeinsam diesen Weg gehen.

Bei Fragen sind wir gerne da:
 033 442 02 38
 team@tomaterei.ch