Kibbuz-Gründerin und SP-Kantonsrat 

Chaviva Friedmann wurde als Hannelore Cäcilie Rosshändler 1925 in Berlin geboren. Mit einem der letzten Kindertransporte gelangte sie 1939 nach Palästina. Dort erreichten sie noch Briefe von den Eltern und ihrem Bruder Leo, bald jedoch brach der Kontakt für immer ab. Chaviva erhielt einen hebräischen Namen. Sie half, einen Kibbuz aufzubauen und wurde Krankenschwester. Seit 1965 lebt sie in Zürich. 

Emanuel Hurwitz ist 1935 in Zürich geboren. Antisemitische Vorfälle prägten seine frühe Schulzeit. Das Thema liess ihn auch später nicht los, als er Psychiater, Psychoanalytiker und SP-Kantonsrat war: Aus Protest wegen der einseitigen Parteinahme der SP für die PLO trat Hurwitz aus der Partei und dem Kantonsrat aus. Nach dieser Zäsur publizierte er ein Buch, in dem er das Phänomen des Antisemitismus historisch und anhand von eigenen Erlebnissen beleuchtete. 

Berlin bedeutete für Chaviva Friedmann Flucht oder Vernichtung. Emanuel Hurwitz war in der Schweiz geschützt. So verschieden die beiden Leben verlaufen sind, so sehr sind beide geprägt von der Frage, wo Heimat und Zugehörigkeit zu finden sei.

Das Buch

«Welche Heimat? Zwei jüdische Lebensgeschichten – Chaviva Friedmann und Emanuel Hurwitz» wird im April 2014 im Limmat Verlag erscheinen. Text und Fotografien umfassen rund 160 Seiten. Die Zürcher Fotografin Vera Markus zeigt die beiden Protagonisten in ihrem heutigen Alltag, hinzu kommen historische Bilder und Dokumente.  

Stand der Dinge

Ein Buch zu produzieren, kostet viel Geld. Alle wollen für ihre Arbeit bezahlt sein: Druckerei, Gestalterin, Lektor, Verlag, Fotografin und nicht zuletzt die Autorin. Aktuell fehlt uns mehr als die Hälfte der 47’400 Fr., die wir benötigen, um die Kosten für unser Projekt zu decken. Hilfst Du mit, hin zu einem erfreulichen Stand der Dinge?

Herzlichen Dank!

Ja: Ganz herzlichen Dank! Wir freuen uns, mit dir an der Vernissage auf Chaviva Friedmann und Emanuel Hurwitz anzustossen!