Einbaum Ahoi! Was soll das?

Einbaum Ahoi! ist eine Equipe unverwüstlicher Archäologen und ihr Einbaum Xiphia. Wir sind hochmotiviert, die anderen Mannschaften an der Internationalen Einbaumregatta 2016 im Wettkampf zu besiegen.

Um den Sieg vom Attersee nach Hause fahren zu können, müssen wir unser treues Boot mit einem Lastwagen dorthin mitzunehmen. Hilf uns dabei!

You make it, we paddle! Aber bitte, lass uns nicht ganz alleine nach Österreich paddeln! 

Xiphias Odysee

Xiphia, der Name unseres Einbaums, ist Griechisch und bedeutet «Schwertfisch». Sowie die mächtige Göttin Athena aus dem Kopf des Göttervaters Zeus geboren ist, so ist Xiphia ein Schwertfisch, geboren aus einem Baumstamm. Sie wurde 2014 gebaut, nach dem Vorbild eines 3350 Jahre alten Einbaums aus der Bronzezeit. 

Ein Einbaum ist ein Boot, das aus einem einzigen Baumstamm hergestellt ist. Einbäume sind seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt im Einsatz: im Amazonas, in Südostasien und rund um die Alpen! Es ist die einfachste Bootsform überhaupt, aber längst nicht die ineffizienteste.In der Schweiz waren sie noch bis ins 20. Jahrhundert hinein im Einsatz und sind es noch heute in vielen Ländern. Mit ihnen werden Güter, Menschen und Ideen transportiert.

Xiphia entstand als Vermittlungsprojekt für eine Ausstellung über den prähistorischen Wassertransport. Einbäume wurden von den Pfahlbauern verwendet, die während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit an den Seeufern rund um die Alpen gelebt haben (5. Jahrtausend bis 1. Jahrtausend v. Chr.). Die Pfahlbaudörfer gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Name Pfahlbauer kommt von der Art, wie diese Menschen gelebt haben, nämlich in Häusern auf Pfählen. Wir kennen diese Dorfgemeinschaften schon recht gut, da die Reste vieler Pfahlbaudörfer heute unter Wasser liegen und deshalb sehr gut erhalten geblieben sind. Eine wahre Fundgrube für Archäologen, die diese Reste oft in Unterwassergrabungen freilegen. Verschiedene organische Materialien blieben im Wasser bis heute erhalten, mit deren Hilfe Archäologen das Leben der Pfahlbauer rekonstruieren können: Reste ihrer Bekleidung, Nahrung, Häuser und Boote!

Um die Öffentlichkeit für dieses Weltkulturerbe zu sensibilisieren, organisieren das NMB Neues Museum Biel zusammen mit ArchaeoConcept seit 2014 Einbaumregatten auf dem Bielerste. Schon im zweiten Jahr wurde die Regatta international mit Teilnehmern aus Österreich, Slowenien, Frankreich und Irland! Regatten zu organisieren und zu gewinnen ist natürlich toll, wir möchten mit diesen Events aber vor allem helfen, diese zwar gut erhaltenen aber wenig sichtbaren archäologischen Fundstellen aufzuwerten.

Xiphia erobert Europa

Die zweite Internationale Einbaumregatta findet am 6. August auf dem Attersee in Österreich statt. Nachdem wir 2014 und 2015 selber zwei Events durchgeführt haben, möchten wir nun dieses Jahr mit unserer hochmotivierten Xiphia an der dritten Austragung teilnehmen.

Wieso Biel und Österreich?

Das Weltkulturerbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» – 111 Fundstellen insgesamt – betrifft nicht weniger als sechs verschiedene Länder! So soll die Regatta jedes Jahr in einem anderen dieser Länder stattfinden. Nach Österreich wird Frankreich folgen, danach vielleicht Italien, Deutschland oder Slowenien.

Wir brauchen deine Hilfe !

Da wir nicht bis zum Attersee paddeln können, müssen wir unsere Xiphia mit einem Lastwagen nach Österreich transportieren. Dazu brauchen wir deine Unterstützung!

Unser kombiniertes Alter (3559 Jahre), unsere Gesamtgrösse (17,99 Meter) unser Gesamtgewicht (1100 Kilogramm) sowie die Kilometer zwischen dem Bieler- und dem Attersee hin und zurück (1400 Kilometer) ergeben zusammen die Zahl 6076,99: der Gesamtbetrag für unsere epische Reise!

Xiphia und die Crew aus Seeländer Archäologen

Mit dabei sind vom NMB Neues Museum Biel Ludivine, die Kuratorin der Archäologischen Sammlungen, und ihr Assistent Jonas; Xiphia gehört ihnen.

Und ArchaeoConcept! Dies ist ein kleines privates Unternehmen, das Projekte auf die Beine stellt, um die Archäologie in der Schweiz und im Ausland zu fördern. Cynthia, Ellinor und Lauriane entwickeln Konzepte zwar mit wenigen Mittel aber mit langfristigen Resultate.

Zusammen möchten sie das Projekt «Einbaum Ahoi!» verwirklichen.